Montag, 13. Oktober 2014

Gegrüßet seid Ihr, 28 !

28 Personen werden im Kapitel 16 des Römerbriefes namentlich von Paulus gegrüßt. 
Von der westlichen Türkei nach Rom. Nicht grad um die Ecke.

28 Leute mit griechischen, lateinischen und jüdischen Namen. 

28 Leute, die den Brief lesen werden. Oder zuhören, wenn er vorgelesen wird. 

28 Leute, die den Römerbrief verstanden haben. Das war nämlich ein Brief, kein Thesenpapier für die theologische Fakultät. Paulus wollte verstanden werden, nicht durch seine abgehobene Gelehrsamkeit beeindrucken.

Bis Ende des letzten Jahrhunderts hatten die Gemeinden Christi den Anspruch, das Urchristentum wieder aufleben zu lassen. Einen Glauben und eine Gemeinde zu haben, wie zu der Zeit, als Paulus den Brief schrieb.

Tatsache ist: In unseren heutigen Gemeinden versteht kaum einer den Brief an die Römer. Auch nicht in der Übersetzung der "Hoffnung für alle". Im Gegensatz zu 28 namentlich bekannten Gegrüßten.

Wir sind noch sehr weit entfernt von unseren früheren Idealen ...

Samstag, 11. Oktober 2014

Arme Fürstin!

Der erste Vers in den Klageliedern beschreibt eine Fürstin. 
Eigentlich sollte sie machen, was Fürstinnen halt so tun: Herrschen und Regieren. 
Aber nichts dergleichen tut sie. Sondern sie leistet Zwangsarbeit, ist versklavt.
Diese Fürstin beschreibt die Gemeinde und damit die Christen. Eigentlich sollten sie herrschen, nicht beherrscht werden. Die Gläubigen sollten Chefs in ihrem eigenen Leben sein. 
Statt dessen werden sie rumgeschubst: Von ihren Gefühlen, von Süchten und Begierden, von Freizeitanforderungen. Die Standards der Gesellschaft peitschen sie vorwärts, und sie müssen viele viele unwichtige und entbehrliche Dinge tun. 

Eigentlich sollte die Gemeinde Maßstäbe setzen, eigene. Sollte Alternativen kennen zu der Frage, was nun wichtig ist und was nicht. Sollte vergeben und lieben und den, der ihr den Mantel wegnehmen will, in Erstaunen versetzen. Stattdessen …
Schade drum. Denn wenn die Fürstin herrschen würde, hätte sie Macht. 
So hat sie leider nur zu tun. Was die Welt diktiert. Und ist keine Fürstin mehr.

Sehr traurig. Rest in peace, Fürstin!

Samstag, 4. Oktober 2014

Wegen dem Ungeziefer

Gott hat mal einen Propheten geschickt. Nur wegen dem Ungeziefer. "Joel" hieß der Prophet.

Denn die Gläubigen waren besiegt worden. Nein, nicht von Nebukadnezar, Caesar oder Kim Jong-un. Nicht durch eine Macht, die mit Kraft und Gewalt über sie gekommen war. Sondern durch eine Macht, die eingesickert war: Ungeziefer.

Die Gemeinde war nicht eingekesselt worden. Auch nicht bombardiert. Sondern infiltriert. Es war durch alle Ritzen gekrochen. Und niemand hatte es kommen sehen. 

Niemand war daran gestorben. War auch nicht zu erwarten. Aber die Freude war abhanden gekommen. Die richtige. Die tiefe.

Es gab von allem genug. Die Gemeinde funktionierte. Und das war es. 
Kein großes Glück. Kein erfülltes Leben. Keine Ausstrahlung. Das Land wo Milch und Honig ... ? Phhh! Graubrot und Kräutertee! Freude die Fülle? Weder das Eine noch das Andere.

Dafür Ungeziefer. Winzig. Unscheinbar. Nix Großes. Aber viel. Und überall. Nicht einzudämmen. Eins totgehauen, drei andere nachgerückt. Unaufhaltsam. 

Zu viele Termine.
Zu viele Bekannte.
Zu viele Möglichkeiten.
Zu viel Programm.
Zu viele Angebote.
Zu viele Interessen.
Zu viele Wünsche.
Zu wenig Nein.
Zu viel Unterhaltung.
Zu vieles, das wartet.
Zu viele Chancen.
Zu viel Verführung.
Zu viel Zeitvertreib.
Zu viel Information.
Zu wenig Gott.
Besiegt. 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Disziplin nützt nichts

Wie kriegt man das Böse aus seinem eigenen Leben raus?

Die Pharisäer sagten, Gott habe den Menschen das Gesetz gegeben,  und nun müsse man sich halt Mühe geben. 

Darum erwarteten sie die Änderung der Lage vom Gehorsam der Gläubigen. Wenn die Menschen sich verändern, verändert sich die Welt. 

Jesus sagte: "Wir machen es andersrum." Und er veränderte die Lage, damit die Menschen sich verändern können. 

Die Pharisäer wollten die Sünde beseitigen, indem sie auf Disziplin setzten. 

Jesus trug die Sünde weg, damit war sie sehr viel zuverlässiger beseitigt. 

Die Phariäser wollten das Böse mit eigener Kraft besiegen. Natürlich haben sie es nicht geschafft. Das Böse lässt sich nicht mit menschlichen Methoden überwinden. 

Jesus hat den Menschen das Böse vergeben. Damit war es seiner Kraft beraubt. 

Nichts gegen Disziplin. Kann ganz nützlich sein. Aber nicht gegen das Böse im Leben. Da gibt es bessere Methoden.

Sonntag, 14. September 2014

Schmutzige Toiletten

Es war eine Woche, wo irgendwie schrecklich viel los war. Noch dazu kam ich mit der Predigt nicht voran - ich verstand einfach nicht, was Gott sagen wollte.

Und so blieb in dieser Woche die Arbeit, die ich am wenigsten mag, liegen: Die unteren Toiletten putzen.

Gut, es waren Sommerferien, die Toiletten waren wenig benutzt worden und waren nicht besonders dreckig.
Aber trotzdem: Die Toiletten sind die Visitenkarte des Hauses, und es ist eigentlich mein Ziel, sie einmal pro Woche zu putzen.

Aber nun war es Samstag, sie waren nicht geputzt, und ich hatte bis zum Abend auch keine Zeit mehr, das zu tun. Und Sonntags ist immer der Tag mit der intensivsten Nutzung des Hauses.

Am Samstag Abend gegen 18 Uhr hörte ich unten Geräusche und ging nachgucken, was da los war. Ich fand dort zwei junge Frauen, von denen ich eine gar nicht kannte, und sie waren gekommen, die Toiletten zu putzen.

  1. Die Frau, die ich kannte, kommt seit ca. 10 Jahren ins Gemeindehaus, und sie hat noch nie die Toiletten geputzt.
  2. Ich hatte niemandem etwas von meinem Problem erzählt - noch nicht mal Gott.
 Da fiel mir dann nur noch Psalm 127,2 ein:
"Vergebens ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, euch spät niedersetzt, das Brot der Mühsal esst. So viel gibt Gott seinem Geliebten im Schlaf."

Freitag, 5. September 2014

Warum der Buchstabe tötet

In 2.Korinther 3:6 sagt Paulus, dass der Buchstabe tötet, der Geist aber lebendig macht.

Warum tötet der Buchstabe?

Mit dem "Buchstaben" meint Paulus das göttliche Gesetz. Er meint eigentlich jedes göttliche Gesetz, in diesem Fall aber speziell das, welches Mose den Israeliten von Gott überliefert hat.

Wenn es ein Gesetz gibt, und Du verstößt gegen einen Paragraphen oder eine Bestimmung dieses Gesetzes, dann bist du schuldig. Das ist das Wesen von Gesetzen, und zwar weltweit. Du musst nicht das ganze Gesetz brechen, es reicht der Verstoß gegen einen einzigen Paragraphen, und schon bist Du ein Gesetzesbrecher.
 
Auch für das von Gott erlassene und durch Mose veröffentlichte Gesetz galt: Wer auch nur gegen einen Paragraphen dieses Gesetzes verstieß, der war schuldig. Die Paragraphen hießen damals noch Gebote, aber die Funktionsweise ist die gleiche.

Man hatte auch nicht die Chance, nicht erwischt zu werden. Gott kriegt alles mit, dem entgeht nichts. Wer dessen Gesetz bricht, wird immer erwischt und ist folglich immer schuldig. 

Und die Strafe für das Brechen des göttlichen Gesetzes ist immer der Tod. Es gibt bei Gott keinen Mittelweg. Es geht immer um Leben oder Tod. Gott verteilt keine Anteilsscheine am Leben, der Himmel ist keine Aktiengesellschaft, wo man, je nachdem wieviel Anteilsscheine man hat, so viel Leben hat und soviel Fülle und soviel Segen.

Denn Gott ist heilig, und man ist entweder ebenfalls absolut heilig und hält das göttliche Gesetz perfekt und darf damit in Gottes Gegenwart leben und hat das Leben. Oder man ist nicht in der Lage, das göttliche Gesetz zu halten – und das dürfte der Normalfall sein – dann ist man nicht heilig, sondern sündig, und folglich darf man nicht in Gottes Sphäre leben, was heißt, dass man dem Tode verfallen ist.

Und darum sagt Paulus, dass ein göttliches Gesetz auf jeden Fall tötet. Weil nämlich niemand in der Lage ist, jeden Paragraphen davon einzuhalten. Und Du musst nur einen einzigen brechen, dann bist Du schuldig. Und auf Schuld steht die Todesstrafe.  

Sonntag, 31. August 2014

Niemals ohne oben

Über Apostelgeschichte 19, 1-7

In Ephesus herrschte, als Paulus in der Gegend war, eine bunte religiöse und esoterische Vielfalt. Es gab den wichtigen Tempel der Göttin Artemis und den dazugehörigen umfangreichen Kult. Es gab Juden. Es gab jüdische Geisterbeschwörer. Es gab Leute, die mit der Taufe von Johannes dem Täufer getauft worden waren. Es gab ein paar Christen, die aber nicht besonders in Erscheinung traten, u.a. Priscilla und Aquilla. Und es gab Unmengen von Zauberer und schwarzer Magie.

Als Paulus nun für längere Zeit in die Stadt kam – er hatte schon vor Jahren dorthin wollen, aber Gott hatte ihn nicht gelassen und ihn stattdessen nach Griechenland geschickt, und als Paulus 6 Monate vor Kapitel 19 in Ephesus war, hatte es nicht gepasst, dass er länger blieb – als Paulus jetzt also für länger kam, traf er auf einige Christen, die noch nie etwas davon gehört hatten, dass der Heilige Geist ausgegossen worden war. Und getauft waren sie auch nur mit der Taufe von Johannes dem Täufer.

Nun holte Paulus das Fehlende nach und taufte sie auf den Namen Jesu. Damit war ein Eigentümerwechsel vollzogen, sie gehörten jetzt Jesus, und damit unterschieden sie sich in nichts mehr von dem durchschnittlichen Gläubigen in der durchschnittlichen Gemeinde.

Und jetzt hätte Paulus ja Ruhe geben können. Es war ja alles in Ordnung. Er hatte jetzt ordentlich Christen, damit konnte er jetzt schön in Ephesus Gemeinde bauen. Und motiviert waren diese Leute offenbar auch, denn wenn man ihnen erklärte, dass es etwas Besseres gab als das, was sie bisher hatten, dann griffen sie zu. Also die Sache mit Gott war ihnen wichtig. Mit diesen Leuten konnte man gemeindebaumäßig was anfangen. Jeder andere Prediger wäre dankbar gewesen für solche Leute.

Nicht so Paulus. Der legte denen auch noch die Hände auf, so dass der Heilige Geist auf sie kam und sie zu Sprachen redeten, die sie nie gelernt hatten, und Dinge wussten, die sie eigentlich nicht können konnten.

Warum begnügt Paulus sich nicht mit vorbildlichen, gut motivierten Gemeindegliedern?

Weil man mit Fleiß und Disziplin, mit Kreativität und Einfallsreichtum, mit Marketing und Motivation große und weltweit agierende Unternehmen aufbauen, mächtige Institutionen und einflussreiche Organisationen. Dafür sind solche menschlichen Methoden und weltlichen Mittel bestens geeignet.

Hier in Ephesus musste Paulus aber gegen die Mächte des Bösen kämpfen, gegen die Armeen der Finsternis – und wie man in Vers 16 sieht, wissen diese Geister sich auch kräftig zu wehren, wenn man sie bekämpfen will. Und gegen die Armeen der Finsternis kommt man mit Fleiß und Disziplin nicht an, und Marketingmethoden prallen an diesen Kräften wirkungslos ab, und die besten Motivation und der stärkste Wille hat gegen diese Mächte keine Chance.

Der Teufel fürchtet sich nicht vor Bibelstunden und gut ausgebildeten Theologen. Kreativität und Einfallsreichtum werden dem Teufel immer unterlegen sein, und der edelste Charakter und die besten Vorsätze sind für ihn keine Gegner.


Wenn man die übernatürlichen Mächte besiegen will, dann braucht man übernatürliche Mittel. Ohne die Gaben des Geistes braucht man gar nicht anzufangen. Und darum fängt Paulus auch nicht ohne sie an. 

Mittwoch, 27. August 2014

Warum Jesus nicht auswandern wollte

In Johannes 7:35 fragen sich die Einwohner Jerusalems, ob Jesus wohl auswandern will und die Auslandsjuden mit seiner Botschaft beglücken will. Was ja verständlich gewesen wäre bei dem Widerstand und dem Unverständnis, auf das er in Israel stieß.

Aber weil Gottes Versprechen zuerst Israel galt, darum war und blieb Jesus Israel treu - auch wenn das letztlich seinen Tod bedeutete.

Denn da Jesus Gott diente mit ganzem Herzen, darum ging es ihm darum, dass auf Gott kein Vorwurf fiel. Auch nicht der Vorwurf der Untreue. Erst nachdem die Juden seinen Sohn getötet hatten, konnte Gott seine Versprechen den Heiden zuwenden, ohne dass man ihm von Seiten der Israeliten einen Vorwurf deswegen machen konnte.

Jesus kämpfte für das Seine, also für das, über das er eigentlich König sein sollte. Das wird auch deutlich in den Gleichnissen, die Jesus erzählt. Wenn der Vater den verlorenen Sohn halt doch wieder aufnimmt, wenn das verlorene Schaf mit aller Kraft gesucht wird, und wenn Gott einen Knecht nach dem anderen und schließlich sogar seinen Sohn zu den Weingärtnern schickt, dann zeigt das die unglaubliche Treue Gottes zu denen, denen seine Zusagen ursprünglich galten.

Auch wir haben Zusagen von Gott, die ziemlich alt sind - Gottes Zusagen an die Israeliten waren ja ebenfalls nicht jüngeren Datums. Falls man aus der Geschichte etwas lernen kann - wie treu wird Gott uns sein? Wieviel Mühe und Energie wird Gott darein investieren, um seine Zusagen an uns wahr zu machen? Was haben wir zu erwarten? Womit können wir rechnen?

Donnerstag, 21. August 2014

Repariert Gott Rasenmäher?

Schon vor 10 Tagen war der Rasenmäher defekt. Er ging immer nach ziemlich genau einer Minute aus. Weil er kein Benzin hatte.

Nun war der Tank aber voll, der Benzinhahn offen - aber dieser Rasenmäher ist über 20 Jahre alt, und ich hatte schon viel Ärger mit ihm. Und nun halt ein weiteres Mal.

Weil es soviel geregnet hat in letzter Zeit, war das Gras jetzt schon wieder so hoch, dass man etwas unternehmen musste. Und ich habe schon gestern Gott gebeten, dass der Rasenmäher heute funktionieren soll. Weil für jemanden wie mich, ohne Auto, die Reparatur eines Rasenmähers ein Problem ist. Soll ich ihn mit der Straßenbahn zum Landmaschinenbetrieb bringen?

Auch heute früh habe ich Gott ein paarmal gebeten, dass der Rasenmäher wieder funktionieren soll. Und kam mir dabei natürlich schon ein wenig blöd vor. Seit wann repariert Gott Rasenmäher? Die bringt man in die Werkstatt, und dann hat sich das. Vor allem war das Problem ja, genau betrachtet, nicht weltbewegend. Es wäre auch ohne Gott lösbar gewesen.

Ich fing also heute an, Rasen zu mähen, und wie zu erwarten war, ging der Mäher nach einer Minute aus. Jedesmal. Ich schaffte kaum eine Runde im Vorgarten, schon stand er wieder.

Bis ich auf die Idee kam, den Tankdeckel abzuschrauben und ohne Tankdeckel zu mähen. Ab dem Moment lief der Rasenmäher eins A und ohne ein einziges Mal stehen zu bleiben.

Einfachste Aussage: Der Tankdeckel war kaputt, er ließ keine Luft in den Tank, so dass, wenn Benzin in den Motor floss, ein Vakuum im Tank entstand und kein Benzin mehr nachfloss.

Ich habe Gott trotzdem ausführlich gedankt dafür, dass er mein Gebet erhört hat. Obwohl ich natürlich nicht nachweisen kann, dass die Idee, den Tankdeckel wegzulassen, tatsächlich von Gott kam. Aber ich kann die Zeit ja nicht zurückdrehen und es noch einmal ohne Gott versuchen, um zu prüfen, ob ich ohne Beten auch auf die richtige Idee gekommen wäre.

Und schließlich: Ich habe Gott vorher gebeten, dann werde ich auch hinterher danken. Ohne Nachweis.

Und überhaupt: Vielleicht war ja ganz was anderes kaputt, und Gott hat es repariert. Aber damit ich auch beteiligt bin, hat er dann das mit dem Tankdeckel initiiert. Oder Gott hat sich gedacht: "Wenn er auf die Idee mit dem Tankdeckel kommt, repariere ich den Schaden." Noch dazu, wo der Motor Geräusche gemacht hat, als wolle er mir jeden Moment um die Ohren fliegen. Solche Geräusche macht er normal nicht, wenn er kein Benzin hat. Dann stottert er normalerweise und überdreht nicht.

Der Rasen ist gemäht, und ich danke Gott. Der Zusammenhang ist nicht nachweisbar. Macht aber nichts. Ich behaupte: Gott versteht etwas von Rasenmähern. Und meine Liebe zu Gott wächst.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Perfektion oder Gnade

Das zweite Kapitel vom Römerbrief beginnt damit, dass Paulus klar macht, dass in Gottes Augen nur zwei Dinge Bestand haben: unsere Perfektion oder seine Gnade. Irgendwelche mehr oder weniger guten Leistung zwischen diesen beiden Polen bringen für unsere Beziehung mit Gott nichts.

Das mag einem nicht passen, aber als Ebenbild Gottes ist man Gott gegenüber zur Perfektion verpflichtet. Gott selber ist perfekt, und seine Heiligkeit erlaubt es nunmal nicht, dass Unperfektes, Halbes, Bruchstückhaftes in seine Nähe kommt. 

Wobei sich die Forderung nach Perfektion nicht unbedingt auf die Sauberkeit unserer Wohnung bezieht, denn solche Dinge scheinen Gott relativ egal zu sein. Vor Gott zählen vor allen Dingen die Bereiche, die mit Liebe und Güte zu tun haben.  Und in diesen Bereichen ist alles, was nicht Perfektion ist, in Gottes Augen nichts wert. 

Du bringst, so sagt der Römerbrief, also entweder Perfektion, oder Du akzeptierst die Gnade Gottes. Ansonsten tritt die dritte Möglichkeit ein: Du bist weg vom Fenster. 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Selbstverwirklichung

Maria Dyatlova aus Moskau hat geschrieben, sie würde sich gerne in Zukunft selber verwirklichen können, entweder als Designerin oder als Malerin.

Aber das Problem bei solchen Wünschen ist doch, dass man dabei in den eigenen Grenzen stecken bleibt. Man bleibt auf die eigenen Möglichkeiten reduziert. Klar, Menschen können schon enormes leisten, und bei manchen Menschen kommen grandiose Dinge dabei heraus, wenn sie sich selbst verwirklichen. Und das bringt dann mitunter die Menschheit auch deutlich voran, also auch andere profitieren dann von dem, was diese Menschen aus ihren eigenen Grenzen heraus verwirklichen.

Es gab und gibt aber auch jede Menge Menschen, bei deren Verwirklichung nur Böses rauskommt. Auf die Selbstverwirklichung von Hitler und Stalin hätten wir verzichten können, aber die sind nur die extremen und darum bekannten Beispiele.

Aber was würde passieren, wenn wir, anstatt uns selbst zu verwirklichen, Gott verwirklichen würden? Und damit nicht mehr durch unsere eigenen Grenzen limitiert werden, sondern durch Gottes Grenzen?

Wir könnten dann tatsächlich über unseren Schatten springen ...

Samstag, 7. Dezember 2013

Beauftragt statt gar nichts

Der erste Satz im Römerbrief ist der, wo Paulus sich vorstellt: "Paulus, Knecht Jesu Christi". Wobei "Knecht" bekanntlich auch "Sklave" heißen kann.

Das heißt, Paulus handelt im Auftrag. Nein, das ist eigentlich nicht richtig so, denn im Auftrag handeln viele von uns auch. Wir handeln im Auftrag unserer Kinder, wenn wir sie in der Gegend rumfahren, und beruflich handeln wir oft im Auftrag einer Firma. Bei Paulus ist das ja anders, denn Paulus handelt nicht im Auftrag, sondern Paulus lebt als Beauftragter.

Paulus lebt nicht, um seine eigenen Dinge voranzubringen, die Brut zu pflegen, den Besitz zu mehren, das Erbe zu optimieren und das Ansehen zu verbessern. Paulus lebt, um die Dinge eines anderen voranzubringen. Paulus lebt als Beauftragter.

Und das ist dann eben der kleine Unterschied des Lebens, ob ich ein Leben lebe, das von meinen eigenen Grenzen begrenzt ist und von meinen eigenen Zielen und von meinen eigenen Möglichkeiten, oder ob ich ein Leben lebe, das von den Grenzen und Zielen und Möglichkeiten meines Auftraggebers bestimmt ist.

Das ist der kleine Unterschied, der über die Größe meines Lebens entscheidet: Ob ich nur so, für mich und die Meinen lebe, oder ob ich als Beauftragter lebe.

Sonntag, 24. November 2013

Zweifellos

In Offenbarung 1 erscheint Jesus, um der Gemeinde etwas mitzuteilen. Nicht der Menschheit will er etwas sagen, nicht den Politikern oder sonstigen Verantwortlichen, sondern seiner Gemeinde.

Und Jesus tritt hier so auf, dass es keinen Zweifel geben kann, dass er ohne Zweifel der ist, an dem es nichts zu Zweifeln gibt.
Sein Auftreten ist mächtig, ohne dabei in die Angeberei irgendwelcher Maulhelden zu verfallen. Wenn sein Kopf leuchtet wie himmlisches Licht, seine Augen wie Flammen sind und seine Füße wie glühendes Erz, dann braucht er sich auch nicht mehr aufzuführen wie ein Reichsparteitag. Mit einer Stimme wie ein tosender Wasserfall und einem zweischneidigen Schwert, das aus dem Mund kommt, kann man sich auch jedes Machtgehabe und jedes Geprotze sparen.

Umso erstaunlicher die Botschaft, die er dann 21 Kapitel lang entfaltet: Keine Wahlpropaganda, keine Verbalschlachten, keine Reklame für sich selbst, keine Drohgebärden und keine kunstvoll inszenierte Selbstherrlichkeit. "Ihr seid in Sicherheit", teilt er seinen Leuten mit und beschreibt in aller Ausführlichkeit, was alles unternommen wird, damit seine Gemeinde in Sicherheit ist.

Und wenn man ihn so sieht, wie er da auftritt im ersten Kapitel, dann ist man fast geneigt, ihm zu glauben.

Samstag, 23. November 2013

Schlüsselgewalt

Laut Matthäus 16:16 hat Petrus die Schlüssel des Himmelreiches und kann reinlassen, wen er will, und ebenso den Zugang verweigern, wem er will

Laut Matthäus 23:13 hatten früher die Schriftgelehrten und Pharisäer diese Schlüssel, aber weil sie weder selbst reingingen noch andere reinließen, darum wurde ihnen die Schlüssel genommen.

Die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich hat laut Offenbarung 1:18 wiederum Jesus, und zwar seit seiner Auferstehung. Was dann auch heißt, dass der Tod nicht mehr Herr in seinem eigenen Haus ist.

Die Macht über die wirklich wichtigen Dinge auf der Welt ist also offenbar sehr einseitig verteilt. Kein Wunder, dass die Politiker so schlecht vorankommen ...

Donnerstag, 7. November 2013

Bedingter Zeilenumbruch bei OpenOffice

Ich hatte aus einer eMail Text nach OpenOffice Writer kopiert, und der Text kam mit lauter bedingten Zeilenumbrüchen an anstatt mit Absatzmarken. 
Das führte dann dazu, dass selbst kurze Zeilen über die ganze Seitenbreite gestreckt wurden. 

Als ich das mit der "Suchen und Ersetzen"-Funktion vom Writer abstellen wollte, stieß ich auf ziemliche Probleme. Denn "Formatierungszeichen", wie MS Word sie kannte, waren bei OpenOffice unbekannt. Ich konnte zwar die nicht druckbaren Zeichen anzeigen lassen, aber es fand sich keine Möglichkeit, diese alle zusammen zu ersetzen.

Auch die Hilfe-Seiten erwiesen sich erst als nützlich, als ich kapiert hatte, dass die "Formatierungszeichen" von Word bei OpenOffice "Reguläre Ausdrücke" heißen. Und in der Liste der regulären Ausdrücke bei der Hilfe von OpenOffice fand sich auch ein Zeichen für "Zeilenumbruch", nämlich "\n", aber keins für Absatzumbruch. 

Erst sehr genaues Lesen förderte zutage, dass "\n" im Feld "Suchen nach" für einen Zeilenumbruch steht, im Feld "Ersetzen durch" aber für einen Absatzumbruch. Und unter "mehr Optionen" muss man auch noch die regulären Ausdrücke als Suchoption markiert haben, damit es funktioniert. 

Es bleibt wohl ein ewiges Geheimnis der Programmierer, warum ein und dasselbe Zeichen für zwei verschiedene Dinge stehen, je nachdem, in welches Feld man sie reinschreibt. 

Sonntag, 29. September 2013

Der Sinn der Welt

In Johannes 11,40 sagt Jesus zu Marta, er habe ihr ja nun schonmal gesagt, dass sie die Herrlichkeit Gottes sehen würde, wenn sie ihm glauben würde. 


Damit spricht Jesus genau das an, was Sinn seiner Tätigkeit war: Nämlich die Herrlichkeit Gottes sichtbar zu machen. 

Das ist aber auch genau das, wofür die Welt geschaffen wurde: Die Herrlichkeit Gottes sichtbar zu machen. Und viele Christen glauben, wenn die materielle Welt am Ende untergeht, das sei dann eben auch das Ende, das sei dann eine Art Tiefpunkt. Aber das wird dann eigentlich der Höhepunkt der Weltgeschichte, denn dann wird die Herrlichkeit Gottes voll und ganz sichtbar werden.

Aber dass die Herrlichkeit Gottes sichtbar wird, ist nicht nur Sinn der Welt insgesamt, sondern auch Sinn jedes einzelnen menschlichen Lebens. Das ist Sinn und Ziel meiner Existenz, dass Gottes Herrlichkeit sichtbar wird. 

Freitag, 27. September 2013

Methodisch fragwürdig

Als Jesus auferstanden war, begegnete er den Emmaus-Jüngern und erschien, als diese gerade in Jerusalem bei den anderen Jüngern angekommen waren, der ganzen Mannschaft in dem Zimmer, in dem die Emmaus-Jünger gerade Bericht erstatteten. Und Jesus erschien ihnen, um ihnen das Größte mitzuteilen, was er ihnen mitteilen konnte.
Aber anstatt, dass Jesus seinen Zuhörern nun ein Video zeigte oder ein total tolles Wunder machte, wählte er eine total langweilige Methode:
Sowohl den Emmaus-Jüngern als auch denen in Jerusalem erklärte er das Alte Testament.
Und Jesus machte das, weil er davon ausging, dass man alles, was man über Gott und über Gottes Plan wissen musste, aus dem Alten Testament entnehmen konnte. Gott hatte im Alten Testament gesprochen, und jetzt wurde langsam deutlich, dass das, was Gott da so alles von sich gegeben hatte, nicht nur Gedanken waren, sondern Realität war.
Jesus wählte keine andere Methode, als dass er sich auf das bezog, was Gott längst gesagt hatte.
Folglich denke ich, wir machen einen Fehler, wenn wir in den Gemeinden Gottes Wort vernachlässigen und kluge Methodik bevorzugen.

Samstag, 6. Juli 2013

Gottes junges Schaf

Aero Vodochody L-39. Die Karte ist von Alla Zatsepina aus Moskau.
Dass Jesus als das Lamm Gottes bezeichnet wird und nicht als General Gottes oder Drone Gottes, hat etwas damit zu tun, dass Jesus nicht gekommen ist, um im Leben eines Menschen das zu beseitigen, was den Menschen stört, sondern um im Menschen das zu beseitigen, was Gott stört.

Die Christen beten meistens darum, dass Gott das verändere, was sie stört. Darum sind sie beim Beten so wenig erfolgreich, denn ihr Gebet deckt sich nur sehr begrenzt mit Gottes Interessen. Gott aber möchte im Leben eines Menschen das verändern, was ihn stört.

Das Lamm Gottes kam nicht zur Beseitigung aller Probleme, sondern zur Vergebung der Sünden. Das Lamm Gottes kam, um die Probleme zu beseitigen, die aus Gottes Sicht ein Problem sind, nicht die, die aus unserer Sicht welche sind.

Montag, 29. April 2013

Die Überflüssigkeit von Isaaks Fehlern.

In Genesis 26 findet man eine Sammlung seltsamer Geschichten über Isaak. (Wobei ohnehin auffällt, dass es von Isaak nur sehr wenige Berichte gibt, im Gegensatz zu seinem Vater und seinem Sohn.) Diese Geschichten über Isaak wollen so gar nicht zusammenpassen. Es sei denn, man malt sie mal auf:

Man sieht zweimal dasselbe Muster: Erst geht es bergab, einmal durch die Hungersnot, das andere Mal durch das Verjagtwerden aus Gerar und den ewigen Streit wegen des Wassers.
Dann kommt ein Wort von Gott.
Und auf dieses Wort von Gott, das jedesmal ja ein Segenswort ist, eine Zusicherung von Schutz und Zukunft, folgt seitens Isaaks Angst. Einmal, dass die Gerasener ihn umbringen wegen seiner Frau, das andere Mal, weil die geballte Machtelite von Gerar bei Isaak auftaucht.
Und nach dieser Angst von Isaak geht es steil bergauf. Beim ersten Mal bekommt Isaak von Abimelech den Schutz, auf den er nie hätte hoffen können, und beim zweiten Mal anerkennt Abimelech ihn als einen Großen und will einen Vertrag mit ihm.
Isaak reagiert auf Gottes Zusagen also jedesmal falsch, nämlich anstatt mit Zuversicht mit Angst. Die Folge ist allerdings nicht, dass Gott ihn zur Rede stellt, sondern dass ein enormer Segen folgt.
Was wäre eigentlich passiert, wenn Isaak richtig reagiert hätte?
Nun, es wäre vermutlich genau das Gleiche passiert. Und also hätte Isaak sich seine Angst auch sparen können. Sie bringt ihm einfach nichts.
Und andersrum muss man sehen, dass Isaak den Segen Gottes kaum verhindern konnte. Gott hatte beschlossen, Isaak zu segnen, und ob Isaak nun Fehler machte oder nicht, machte da keinen Unterschied. Der direkten Anweisung Gottes, in Gerar zu bleiben, hatte er gehorcht, und durch die Fehler aus Unfähigkeit ließ Gott sich nicht aufhalten.
Wenn ich also eine Zusage von Gott habe, kann ich so sehr viel nicht falsch machen. Sofern ich Gottes direkten Anweisungen gehorche, wird Gott seine Versprechen halten und mich segnen, egal ob meine Reaktionen angemessen oder unangemessen sind.

Mittwoch, 24. April 2013

Der Teufel und die Zeit

Wir machen ja gerade das Thema "Paralleluniversen".
Und da kommt mir die Frage, warum der Teufel der Zeit unterliegt, während Gott ewig ist.

Die Frage entstammt dem Nachdenken, dass Jesus zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Bethlehem kam - von der Erde aus gesehen.

Und dass der Teufel zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Himmel geworfen wurde - von der Erde aus gesehen.

Also hat der Teufel sich eine (irdisch gemessene) Zeit lang im Himmel aufgehalten.

Wie aber kann der Teufel sich eine (irdisch gemessene) Zeit im Himmel aufhalten, wenn dort Ewigkeit, also die Abwesenheit von Zeit, herrscht? Und wie kann Jesus zu einem bestimmten Zeitpunkt aus der Himmel kommen, wenn es dort gar keine Zeit für Zeitpunkte gibt?

Und kann es sein, dass der Teufel deshalb an die Zeit gebunden ist, weil er ein Bestandteil der Schöpfung ist? Weil er einfach dadurch mitentstanden ist, weil mit der Schöpfung die Möglichkeit in die Welt kam, sich zu entscheiden? Und damit musste es dann einfach eine zweite Wahl geben, für die man sich entscheiden kann?

Freitag, 2. April 2010

Teilchenbeschleuniger

Habe gerade über den Teilchenbeschleuniger in Genf gelesen und die ganze Physik dahinter und frage mich: Wenn alle Energie, die im Weltall vorhanden ist, also die Hitze von all den Sonnen und die Hitze im Magma im Inneren der Planeten und die Energie, die die Planeten für den Antrieb brauchen, um sich zu bewegen - wenn alle diese Energie von Gott kommt - und von irgendwoher muss sie ja kommen, Energie kann ja nicht aus dem Nichts entstehen - wenn Gott also die Energie in dieses System eingespeist hat - wie stark ist dann eigentlich Gott? Wieviel Energie steht Gott zur Verfügung?
Und dabei ist es mir egal, wie er es gemacht hat. Von mir aus auch durch irgendeinen Urknall.
Aber wenn bei Gott tatsächlich soviel Energie ist - vielleicht sollte ich dann anders beten. Das eröffnet dann ja ganz neue Möglichkeiten ....

Montag, 11. Januar 2010

Das eine Mal ohne Antwort

Normalerweise frage ich Gott ja immer, was die Bibelstellen, die ich besprechen will oder muss, bedeuten. Was Gott uns und mir damit sagen will. Und normalerweise sagt Gott mir auch immer, was er zu dieser Bibelstelle sagen will. Aber einmal hat er es nicht gemacht. Was die Sache mit der Stillung des Sturms besagen sollte, hat er mir nicht mitgeteilt, und so hatten wir in der Bibelstunde jede Menge nette Ideen, aber nichts, was über den normalen Rahmen hin aussagekräftig war. Nun gut, es war auch Markus, der die Stunde zu leiten hatte. Aber wenn man einen Bibeltext betrachtet hat und genau weiß, dass man den Kern der Aussage nicht getroffen hat, ist schon blöd.
Allerdings hat Gott es mir einige Tage später gesagt, und ich habe es für eine Predigt in den Weihnachtsferien genutzt. Und da schien es gut und am richtigen Platz zu sein.
Denn das war doch meine Frage gewesen: Was wäre denn die Alternative gewesen, wie die Jünger sich hätten verhalten sollen? Schlatter sagte: Jesus nicht wecken. Aber das stimmt ja nun bestimmt nicht.

Freitag, 6. Februar 2009

Nießbrauch

Das Finanzamt will Schenkungssteuer von mir, viel Schenkungssteuer. Ich habe Gott gestern gebeten, dass er dafür sorgt, dass es gerecht zugeht bei dieser Sache, dass ich also weder zuviel noch zuwenig zahlen muss; dass die Geschenke also mit ihrem wahren Wert bewertet werden. Als ich heute meine eMails abholte, war ein Artikel dabei, wie man bei der Schenkungssteuer viel Geld sparen kann. Und außer dem Finanzamt hat keiner gewusst, dass ich die Steuer bezahlen soll!!!

Ich erkenne: Gott muss noch größer sein, als ich sowieso schon dachte. Er versteht das deutsche Steuerrecht.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die Besprechung

OK, es ist mal wieder nichts Besonderes. Aber da war diese Besprechung, und wegen der Unberechenbarkeit der Anwesenden habe ich Gott gebeten, dass diese Besprechung friedlich und erfreulich sein sollte. Und das war sie dann, und zwar über alle Maßen, und D., der an der Besprechung teilnahm, stellte anschließend auch genau dieses mit völligem Erstaunen fest. Das heißt dann ja zumindest, dass D. nicht mit Gott wegen dieser Sache verhandelt hatte.

Dass Gott in dieser Besprechung so ganz nebenbei noch ein weiteres meiner Anliegen der Lösung einen Schritt näher geführt hat, sei nur am Rande erwähnt. Obwohl es eigentlich durchaus erwähnenswert wäre.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Besser nicht

Ich hatte einen wunderbaren Artikel für den Gemeindebrief geschrieben, saftig und treffend. Biblisch fundiert und wahr. Als er fertig war, an einem Mittwoch (ja, sooooo früh!), habe ich ihn liegen gelassen und Gott gefragt, ob ich ihn veröffentlichen soll. Die Antwort war "Nein".
Leider.
Erstaunlicherweise hat Gott es begründet mit 2.Samuel, Kapitel 8+9+10+11.
Damit ist zum einen mal wieder klar, dass es Bibelstellen gibt, deren wahrer Inhalt einem erst nach Jahren oder Jahrzehnten aufgeht.
Zum anderen ist damit klar, dass Gott durch sein Wort spricht. Noch immer. Immer wieder. (Wobei der Satz "Gott spricht durch sein Wort" für einen normal denkenden Menschen ein ziemlicher Blödsinn ist. Wodurch soll Gott denn sonst sprechen? Durch sein Husten?).
Und ich stehe mal wieder fasziniert vor diesem Gott und vor seinen soooo alten, sooo einfachen und erstaunlicherweise sooooo wirksamen Rezepten.

Montag, 8. September 2008

Epheser fünf

Ich habe ja den Hauskreis zu gestalten. Und nach den Ferien wäre Epheser 5 und 6 drangekommen. Das fand ich aber ziemlich langweilig und wußte überhaupt nicht, was ich damit anfangen sollte. Ich hatte auch keine Botschaft über diesen Text, es hat mir nur vor der "christlichen Haustafel" gegraust. So habe ich Gott gebeten, mit zu helfen. Und Gott hat mir erklärt, was er eigentlich mit diesem Abschnitt sagen will.
Jetzt gefällt der Abschnitt mir, und ich freue mich auf den Hauskreis.

Sonntag, 24. August 2008

Abfließender Eiter

Über meinem Schneidezahn im Oberkiefer hatte sich scheinbar die Wurzel entzündet - auf jeden Fall tat es über dem Zahn sehr weh, und es war Samstag, als es anfing. Ganz offenbar war unter dem Zahn viel Eiter, und es wurde nicht besser, und in der Nacht zu Sonntag wachte ich auf, weil gegen 2 Uhr Enrico sein Moped vom Hof geholt hat und ich gleichzeitig Zahnschmerzen hatte.
Nun war das so ein Zahnweh, wo ich das kannte, dass dann eine Wurzelbehandlung gemacht werden muss - der Eiter muss durch den offenen Zahnkanal abfließen, dafür muss die Krone runter, der Zahn getötet und eine neue Krone draufgesetzt werden. Das ist alles sehr aufwändig und geht ins Geld.
Ich bat also Jesus in dieser Nacht mehrmals, dass er diese Entzündung heilen möge, ohne dass ich zum Zahnarzt müsse - und wenn es noch schlimmer geworden wäre, hätte ich ja zum Notdienst gemusst - und hätte vielleicht am Sonntag morgen keinen Gottesdienst halten können!
Am Morgen beim Aufwachen merkte ich schon, dass mir Eiter durch den Mund floß - der hatte sich wohl einen Weg am Zahn entlang gesucht. Am Vormittag wurde die Sache dann nochmal schlimmer, aber am Nachmittag floss wieder der Eiter, und jetzt, am früher Abend, tut es nur noch wenig weh - kein Vergleich zu gestern.
Ich weiß nicht, ob das normal ist, dass der Eiter neben dem Zahn rausläuft. Ich führe es auf Gott zurück, und bin besonders deswegen beeindruckt, weil es sich um nichts wirklich wichtiges gehandelt hat. Hätte ich wegen der Sache zum Zahnarzt gemusst, wäre das zwar in vieler Hinsicht unpraktisch gewesen, aber die Welt wäre keineswegs untergegangen.
Das ist genau das, was wir heute morgen in der Predigt hatten: Gott liebt es und tut nichts lieber, als seine Leute zu segnen und gut zu ihnen zu sein.

Samstag, 23. August 2008

Wenn er was hört

Jes 30,19
Ja, du Volk aus Zion, das in Jerusalem wohnt, du wirst nicht mehr weinen! Er wird dir gewiß Gnade erweisen auf die Stimme deines Hilfegeschreis. Sobald er hört, wird er dir antworten.
Genau: Sobald er es hört. Wenn Gott nicht hört, wird er auch nicht antworten. Man muss Gott etwas zum hören geben.

Montag, 11. August 2008

"Studiere die universale Heiligkeit des Lebens. Deine ganze Brauchbarkeit hängt davon ab, ob Deine Predigten eine oder zwei Stunden halten; Dein Leben predigt die ganze Woche. Wenn der Satan nur einen begehrlichen Prediger zu einem Liebhaber von Lob und Glorie machen kann, zu einem Liebhaber von Vergnügen und gutem Essen, dann hat er Deinen Dienst ruiniert. Gib Dich selbst dem Gebet hin, und empfange Deine Texte, Deine Gedanken, Deine Worte von Gott. Martin Luther hat in seinen besten Zeiten 3 Stunden mit Beten verbracht."

Robert Murray McCheyne

Mittwoch, 9. Juli 2008

Die wahren Atheisten

"Die wahren Atheisten sind die heutigen Christen, die behaupten, an Gott zu glauben, aber genau so leben, als ob er nicht existiere; diese Christen glauben nicht mehr an die Güte, die Gerechtigkeit, die Liebe, d.h. alles, was Gott definiert; diese Christen, die nicht mehr an das Wunder, sondern an die Technologie glauben, die mehr Vertrauen in die Lebensversicherungen setzen als ins Gebet; die angesichts des Elends nicht mehr im Gebet Zuflucht suchen, sonderm beim Vorsorgestaat."

Ludwig Feuerbach, der Urvater des Atheismus.