Sonntag, 25. Mai 2008

Kurz und wenig

"Hurried devotions make weak faith, feeble convictions, questionable piety. To be little with God is to be little for God. To cut short the praying makes the whole religious character short, scrimp, niggardly, and slovenly."

E.M.Bounce in "Men of Prayer needed", Seite 25. Ich habe mich ja immer bemüht, diese Dinge zu übersetzen, aber das kann ich nicht so übersetzen, dass es nicht an Schönheit verliert.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Im Kampf handeln

"Beten ist nicht nur der vertraute Umgang und die persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn, es bedeutet auch mit Gott in seinem Kampf gegen die Finsternis zu handeln."

"Wenn wir nachlassen, werden die Mächte der Finsternis hereinbrechen. Wenn wir im Gebet versagen, schließt das Kraftwerk der Gemeinde Jesu seine Tore."

Beide Zitate aus einem Kommentar von Gordon B. Watt über Jesaja 37.

Dienstag, 20. Mai 2008

Herr Chadwick spricht

Gebet ist voller scheinbarer Widersprüche. Es ist so einfach dass ein Kind beten kann, und es ist so tiefgehend dass der weiseste Mensch seine Geheimnisse nicht erklären kann. Es ist so einfach das die schwächsten Menschen beten können, und es ist so anstrengend, dass es alle vorhandene Energie, Intelligenz und Kraft benötigt. Es ist so natürlich, dass man es nicht unterrichten muss, und es ist so unterschiedlich zu der menschlichen Natur dass die renommiertesten Universitäten einem nicht weiterhelfen können.

aus "The Paradox of Prayer" von Samuel Chadwick

Freitag, 16. Mai 2008

Welch eine Idee!

Dem Manoach und seiner Frau wurde die Geburt von Simson angekündigt, und es wurde gesagt, er würde sein Leben lang ein Nasiräer sein, ein Gottgeweihter. Ein Engel des Herrn war der Frau erschienen und hatte sie über dieses bevorstehende Ereignis informiert. Und was macht nun Manoach?

Ri 13,8
Da betete Manoach zu dem HERRN und sagte: Bitte, Herr, der Mann Gottes, den du gesandt hast, möge doch noch einmal zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Jungen, der geboren werden soll.
Und der Engel Gottes kam noch einmal. Und er erklärte dem Manoach und seiner Frau, wie sie den Jungen richtig erziehen sollten. Denn Manoach fühlte sich offenbar mit dieser Aufgabe überfordert.

Aber von der Idee des Manoach bin ich begeistert. Anstatt vor Ehrfurcht zu verglühen, weil der Engel Gottes da war, fordert er den Engel noch mal an!
Und von Gott bin ich begeistert. Er hört auf die Bitte der kleinen Leute. Er fasst es nicht als Undankbarkeit auf oder als übertriebenes Anspruchsdenken.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Warum ich zuversichtlich beten kann

Es steht in 2.Chr 16,8-9 die Rede des Propheten Hanani, die er an König Asa richtete:
8 Waren nicht die Kuschiter und die Libyer eine gewaltige Heeresmacht mit Wagen und Reitern in großer Menge? Doch weil du dich auf den HERRN stütztest, gab er sie in deine Hand.
9 Denn des HERRN Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Hierin hast du töricht gehandelt. Darum wirst du von nun an Kriege haben.
Das heißt doch wohl, dass Gott sehr auspasst, keinen zu vergessen oder zu übersehen, die treu zu ihm halten. Es ist Gott wichtig, seinen Leuten beizustehen. Gott ist sozusagen darauf konzentriert.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Trauerkleidung

Als Martin Luther längere Zeit sehr niedergeschlagen war, trat seine Frau katharina plötzlich in schwarzer Trauerkleidung in sein Zimmer. "Wer ist gestorben?" fragte Luther erschrocken. "Der Herrgott, nehme ich an", antwortete sie, "denn du meinst ja, alle Sorgen selbst tragen zu müssen."

Aus dem Begleitbuch für die weltweite Allianz-Gebetswoche 2008

Montag, 12. Mai 2008

Bitten bedeutet Nehmen

"Bitten bedeutet Nehmen! Es bedeutet nicht, mit dem Herrn zu verhandeln, als müsste man ihn zu etwas überreden. Es ist ja sein Wunsch, uns zu beschenken. Bitten bedeutet, das als unser eigen zu beanspruchen, was uns mangelt. Es bedeutet, im Glauben in Besitz zu nehmen, was unser großer Feldherr bereits für uns erobert hat."

Aus "Kneeling we triumpf" von E.F.Harvey, Seite 46

Samstag, 10. Mai 2008

Sich selbst in Gefahr bringen

In Jeremia 42 kommen einige der Übriggebliebenen zu Jeremia und bitten ihn, Gott zu befragen, was sie in der Misere, in die sie hineingeraten sind, tun sollen - sie wähnten sich in großer Gefahr vor der Rache von Nebukadnezar, und sie baten wohl Jeremia, Gott zu befragen, weil er Priester war und weil sein naher Umgang mit Gott bekannt war.
Die Übriggebliebenen wollten vor allem wissen, ob sie vor Nebukadnezar nach Ägypten fliehen sollten.
Die Fragesteller versprachen, alles zu tun, was Gott antworten würde.
Gott antwortete, dass sie auf keinen Fall nach Ägypten fliehen sollten, sondern dass er sie im Heimatland beschützen würde.
Worauf die Fragesteller nichts eiligeres zu tun hatten, als nach Ägypten zu fliehen. Und das brachte ihnen dann Gottes endgültigen Zorn ein.
Merke: Beten kann auch zum Verderben führen. Denn Gott antwortet. Und dann ist man nicht mehr frei.

Dienstag, 6. Mai 2008

Unsinnig

"Es nützt nichts, in Gefahr angstvoll und aufgeregt zu sein; das macht zu allem unfähig. Man muss seine Last auf den Herrn abwälzen."

Hudson Taylor

Sonntag, 4. Mai 2008

Aus den Rippen leiern

In meinem Kopf war es immer irgendwie abgespeichert, dass es ziemlich schwer ist, von Gott etwas zu bekommen. Dass man sich dazu sehr anstrengen muss. Und dann doch nur die Hälfte bekommt. Und dazu aber hundertmal bitten muss. Also dass es ein beschwerlicher Vorgang ist, bis man das Gute von Gott erhält.

Nun habe ich aber dieses gelesen:
Jer 32,41
Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun ....
Das ist die Antwort Gottes an Jeremia, der ebenfalls ein anderes Bild von Gott hatte.

Samstag, 3. Mai 2008

Herr J. aus Anatoth

Ich lese gerade Jeremia. In Kapitel 30 findet sich wieder das, was wir bei Sacharja in den Nachtgesichten schon gesehen haben: Gott macht. Und nur Gott. Das Reich hängt an ihm, an seinen Entscheidungen, an seiner Macht, an seinem Willen.
Ja, es scheint sogar so zu sein, dass das Wirken des Menschen in den allermeisten Fällen zum Bösen führt oder zum Verderben. Diese Bibelteile führen alles Gute, alles Heil, alle Rettung auf Gott zurück. Auf sein Handeln, seine Initiative, seine Beschlüsse.
Auch daran habe ich wieder erkannt, wie wichtig Beten ist. Denn Beten bringt Gott zum Handeln. Und das ist das Wichtige: Dass Gott handelt. All unser Handeln kann nur Beiwerk sein.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Erfolgreich gebetet

Abraham hatte Gott gebeten, Sodom und Gomorra zu verschonen, wenn nur 10 Gerechte darin wären. Diese Zahl wurde aber nicht erreicht, so dass die Städte zerstört wurden. Aber EINEN Gerechten gab es dort, und weil Abraham so vor Gott für die Gerechten in Sodom eingetreten war, darum rettete Gott diesen einen, und die Bibel macht hier extra einen Querverweis auf das Gebet von Abraham:
1.Mose 19,29
Und es geschah, als Gott die Städte der Ebene des Jordan vernichtete, da dachte Gott an Abraham und geleitete Lot mitten aus der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in denen Lot gewohnt hatte.
Gott kann Abrahams eigentliches Gebet nicht erhören, weil es die Sachlage einfach nicht hergab. Aber soweit Gott es irgendwie erhören konnte, da erhörte er es.

Mittwoch, 30. April 2008

Warten ohne Zweifel

Habakuk lebte in einer Zeit, in der das Volk Gottes von außen sehr bedroht war. Und das war es, weil innerhalb des Volkes Zustände herrschten, die mit Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit nichts mehr zu tun hatten. Und so klagt Habakuk im ersten Kapitel seines Buches über diese inneren und äußeren Zustände.
Und dann beginnt er Kapitel 2 so:
Hab 2,1
Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte.
Es war nicht die Frage, ob Gott ihm antworten würde.

Hören ist ein Teil des Betens.

Samstag, 19. April 2008

Adam flieht

Wir haben in der Gruppe mal darüber gesprochen, warum es (besonders wenn kein Druck da ist) so schwer fällt zu beten. Ich habe bei Andrew Murray einen Hinweis gefunden: Als Adam im Paradies noch auf Gottes Linie war, genoss er die Gegenwart Gottes. Als er aber von der Frucht gegessen hatte, floh er vor der Gegenwart Gottes.
Der innere Widerstand gegen das Beten liegt danach begründet im verborgenen Widerstand des Herzens gegen einen heiligen Gott.
Und Andrew Murray zieht auch die Konsequenzen daraus: Man möge den Einfluss des Fleisches zurückdrängen und den Einfluss des Geistes im eigenen Leben fördern.

Freitag, 18. April 2008

Armselige Karikatur

"Erst wenn das Gebet von allen eigensüchtigen Beweggründen frei ist, wird es zu einer Kraft, die Berge versetzt und Unmögliches zustande bringt. Dann wird durch das Gebet Gottes Wille ausgeführt und der Sieg errungen, mögen die Schwierigkeiten noch so unüberwindlich scheinen. Dann endlich verwindet das Missverhältnis zwischen dem, was der Meister über die Auswirkungen des Gebets sagte, und der armseligen Karikatur, die in Wirklichkeit von Millionen praktiziert wird."

F.J.Hügel, Militärpfarrer im ersten Weltkrieg, später Missionar in Mexiko.

Montag, 14. April 2008

Wuppertaler Studienbibel

Kolosser 4:2 "Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung".

Dazu schreibt Werner de Boor in der Wuppertaler Studienbibel:
"Das Beten muss dauernd das feste Willensziel der Gemeinde sein. Es ist nicht nebenbei zu erledigen. Es ist eine ernste Arbeit, für die dauernd Raum geschaffen werden muss. Darum wird die anschließende Aufforderung zum Wachen auch auf die innere Straffheit und Aufmerksamkeit im Gegensatz zu allem schläfrigen und lässigen Dahinreden beim Beten gehen."

Sonntag, 13. April 2008

Hingehen

Jesus beruft und erwählt. Wir sollen gehen, statt still abzuwarten. Das ist die Grundberufung für jeden Christen. Das Gebet für unsere Mitmenschen gehört zum "Gehen".

(Aus dem Heft der Evangelischen Allianz zur weltweiten Gebetswoche 2008)

Samstag, 12. April 2008

Bericht aus London

"Ich halte nichts von den Gemeinden unserer Tage, die nicht beten. Ich gehe hier in London von einem Gotteshaus zum anderen, und ich sehe ziemlich große Versammlungen, doch wenn ich in ihre Betstunden an Werktagabenden gehe, finde ich vielleicht zwölf Personen. Kann Gott uns segnen, kann er seinen Geist über uns ausgießen, so lange die Dinge so stehen?"

Charles Haddon Spurgeon, "Betet ohne Unterlass", Seite 176

Mittwoch, 9. April 2008

Aber, Herr!

Ich habe beim Spurgeon einen langen Artikel darüber gelesen, was es bedeutete, dass Gott zu Hananias bezüglich des blinden Paulus sagte: "Siehe, er betet!"
Aber als ich das in der Bibel nachgelesen habe, fiel mir auf, dass es an dieser Stelle ein viel bemerkenswerteres Gebet gibt: Nämlich das Gespräch des Hananias mit Gott! Wie DER mit Gott reden konnte! Oder soll man besser sagen: Wie Gott mit ihm reden konnte? Was muss Hananias für ein Leben gelebt haben, dass Gott so mit ihm reden konnte!

Sonntag, 6. April 2008

Der Geist von G. und G.

Beim Propheten Sacharja verspricht Gott, dass er eines Tages "den Geist der Gnade und des Gebets" ausgießen will (Sach 12:10). Aus dem Zusammenhang geht hervor, dass das mit dem Erscheinen von Jesus verbunden ist.
Es ist bemerkenswert, dass "Gnade" und "Gebet" in diesem Zusammenhang mit dem Geist verbunden werden. Während die Gnade Ausdruck für Gottes Handeln zur Erlösung ohne unser Verdienst ist, gehört das Gebet mit unserem Ja zu dieser Erlösung. Die Gnade ist eine Bewegung von Gott zu uns, das Gebet eine Bewegung von uns zu Gott. Die Reihenfolge ist dabei entscheidend: das Gebet ist unsere Antwort auf die Gnade und nicht umgekehrt.

Aus: "Der Atem des Glaubens" von Torleiv Austad, Seite 38

Mittwoch, 2. April 2008

Trainingsprogramm

"Wenn jemand fromm ist, so hat er das Gebet entdeckt. Es ist eine lebensnotwendige Atemübung - nicht nur gelegentlich, sondern täglich und andauernd. Das Gebet gehört zu einem gleichmäßigen Lebensrhythmus des Christen. Damit das aber funktioniert, braucht man Übung. Das gilt auch für andere Bereiche des Lebens als Christ. Wie der Sportler sich einem gut durchdachten Trainingsprogramm unterziehen muss, um sein Ziel zu erreichen, brauchen die Gläubigen regelmäßige geistliche Übungen (vgl. 1.Kor 9:24-27)."

Aus "Der Atem des Glaubens" von Torleiv Austad - im Zusammenhang mit einer Definition von "Frömmigkeit", Seite 37

Psalm 105

Preist den HERRN, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten! Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig! Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes! Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten: Er ist der HERR, unser Gott! Seine Urteile [ergehen] auf der ganzen Erde. Er gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Geschlechter hin -, den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe. Als sie noch gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge darin, als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Reich zu einem anderen Volk, da gestattete er keinem Menschen, sie zu bedrücken, und ihretwegen wies er Könige zurecht: `Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Übles! Er rief eine Hungersnot über das Land herbei; jeden Brotstab zerbrach er. Er sandte einen Mann vor ihnen her: Joseph wurde als Knecht verkauft. Sie zwängten seine Füsse in Fesseln, [in] Eisen kam sein Hals, bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf, das Wort des HERRN ihn bewährte. Der König sandte hin und liess ihn los, der Herrscher über Völker, und befreite ihn. Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über all seinen Besitz, um seine Obersten zurechtzuweisen nach seinem Sinn; und seine Ältesten sollte er Weisheit lehren. Dann kam Israel nach Ägypten, Jakob war ein Fremder im Lande Hams. Und er machte sein Volk sehr fruchtbar, er machte es stärker als seine Bedränger. Er wandelte ihr Herz, sein Volk zu hassen, Arglist zu üben an seinen Knechten. Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er auserwählt hatte. Sie taten unter ihnen seine Zeichen und Wunder im Lande Hams. Er sandte Finsternis und machte es finster. Aber sie achteten nicht auf seine Worte. Er verwandelte ihre Wasser in Blut, liess sterben ihre Fische. Es wimmelte ihr Land von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige. Er sprach, und es kamen Hundsfliegen, Stechmücken in ihr ganzes Gebiet. Er gab ihnen Hagel statt Regen, flammendes Feuer in ihr Land. Und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, zerbrach die Bäume ihres Gebiets. Er sprach, und es kamen Heuschrecken und [ihre] Larven ohne Zahl. Sie frassen alles Kraut in ihrem Land, sie frassen die Frucht ihres Bodens. Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Land, die Erstlinge all ihrer Kraft. Dann führte er sie heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war unter seinen Stämmen. Froh war Ägypten bei ihrem Auszug, denn ihr Schrecken war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus zur Decke, ein Feuer, die Nacht zu erleuchten. Sie forderten, und er liess Wachteln kommen. Mit Himmelsbrot sättigte er sie. Er öffnete den Felsen, und es flossen Wasser heraus. Sie liefen in die Wüste wie ein Strom. Denn er gedachte seines heiligen Wortes, Abrahams, seines Knechtes, und führte sein Volk heraus in Freude, seine Auserwählten in Jubel. Er gab ihnen die Länder der Nationen und die Mühe der Völkerschaften nahmen sie in Besitz, damit sie seine Ordnungen beobachteten und seine Gesetze bewahrten. Halleluja!

Montag, 31. März 2008

Staubtrocken

Ich habe in meinen Büchermengen eins gefunden, das Gott offensichtlich vor mir versteckt hatte. Denn ich wusste gar nicht, dass ich es habe - gekauft habe ich es sowieso nicht, es hat irgendwer nicht brauchen können und dann im Gemeindehaus "entsorgt" - es war ungelesen. Das Buch seht Ihr als Bild.
Der Autor ist Professor für systematische Theologie - und genauso schreibt er: Wie ein Professor für systematische Theologie. Sachlich, theoretisch, ordentlich, staubtrocken. Alle die anderen Bücher, die ich gelesen habe oder noch lese, egal ob es Spurgeon war oder Hudson Taylor oder eins von den anderen, waren mit drängender Dringlichkeit geschrieben, mit relativ viel Gefühl, mit Eifer für die Sache Gottes - also man las immer irgendwie das Herzblut der Autoren zwischen den Zeilen.
Davon ist in diesem Buch gar nichts. Es ist ein Sachbuch, und sonst ist es nichts. Keine Beispiele aus dem Leben des Autors oder aus der Geschichte, nur Bibeltext und seine Beleuchtung aus allen denkbaren Winkeln.

Es ist erstaunlich, dass Gott aus solchen Büchern zu Menschen sprechen kann. Aber er tut es. Das Buch sagt mir ungeheuer viel, es füllt eine Lücke in meiner Erkenntnis.

Merke: Es kommt nicht so sehr auf die Methodik an, denn der Heilige Geist kann alle Methodik zu seinen Zwecken nutzen, und Gott ist größer als jeder Stil.

Sonntag, 30. März 2008

Psalm 86,5

Herr, du bist freundlich und bereit, Schuld zu vergeben;
voll Güte begegnest du allen, die zu dir beten.

Samstag, 29. März 2008

ora et labora


gebet bedeutet nicht, gottes widerwillen zu überwinden, sondern vielmehr, seine bereitwilligkeit zu ergreifen !
wenn wir unsere probleme vor gott bringen, dann handeln viele von uns so, dass sie ihre gebete vor seinem thron fallenlassen und zu sagen scheinen:"ich wasche meine hände in unschuld; jetzt liegt es an dir."
für das, wofür man ernsthaft betet, wird man sich natürlicherweise auch einsetzen.
sind wir bereit, die antwort auf unser eigenes gebet zu sein ?

Donnerstag, 27. März 2008

Die Entscheidung für Willow Creek

Bevor Willow Creek entstand, wirkten Bill Hybels und seine Mitarbeiter in einer Gruppe namens "Son City", die mit 8 Jugendlichen angefangen hatte und jetzt jedes Wochenende 1200 Jugendliche anzog. Man sollte meinen, dass man ein dermaßen erfolgreiches Projekt nicht einfach verläßt oder aufgibt. So gab es unter den Mitarbeitern auch viel Unverständnis und Widerstand, als Bill Hybels statt dieser Jugendgruppe nun eine Gemeinde gründen wollte. "Son City" würde ohne Bill Hybels kaum weiter bestehen können. Die Lösung liest sich dann so:
"Als Bill am Abend seinen bisherigen Weg nachging, stellte er Gott diese Frage. Die einzige Antwort, die er bekam, war: 'Du kannst in dieser Welt nichts verändern, wenn du nicht die Erwachsenen erreichst. Jetzt ist die Zeit gekommen. Mach weiter.'

Dieser Moment wies den weiteren Weg, es war ein "Auch wenn keiner mit mir geht, werde ich dir folgen"-Gespräch mit Gott."
Zitat aus: "Ins Kino gegangen und Gott getroffen" von Lynne und Bill Hybels, Seite 57

Psalm 104

Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr gross, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet. [Du], der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke, der seine Obergemächer errichtet in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Wagen, der einherzieht auf den Flügeln des Windes, der Winde zu seinen Boten macht, Feuer und Lohe zu seinen Dienern: Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten. Sie wird nicht wanken immer und ewig. Die Urflut bedeckte sie wie ein Kleid, die Wasser standen über den Bergen. Vor deinem Schelten flohen sie, vor dem Schall deines Donners wurden sie fortgetrieben. Die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen bestimmt hattest. Du hast eine Grenze gesetzt, die überschreiten sie nicht. Sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken. [Du], der Quellen entsendet in die Täler: Zwischen den Bergen fliessen sie dahin. Sie tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst. An ihnen wohnen die Vögel des Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen. [Du], der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern: von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt. Der Gras hervorsprossen lässt für das Vieh und Pflanzen zum Dienst des Menschen, damit er Brot hervorbringe aus der Erde und Wein, der des Menschen Herz erfreut; damit er das Angesicht glänzend mache vom Öl und Brot des Menschen Herz stärke. Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat, wo die Vögel nisten; der Storch - Zypressen sind sein Nest. Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht für die Klippdachse. Er hat den Mond gemacht zur Zeitbestimmung, die Sonne kennt ihren Untergang. Du bestellst Finsternis, und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes. Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise. Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern sich in ihren Verstecken. Der Mensch geht aus an sein Werk, an seine Arbeit bis zum Abend. Wie zahlreich sind deine Werke, o HERR! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll deines Eigentums. Da ist das Meer, gross und ausgedehnt nach allen Seiten. Dort ist ein Gewimmel ohne Zahl: Tiere klein und gross. Da ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet hast, um mit ihm zu spielen. Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. Du gibst ihnen: Sie sammeln ein. Du tust deine Hand auf: Sie werden gesättigt mit Gutem. Du verbirgst dein Angesicht: Sie erschrecken. Du nimmst ihren Lebensatem weg: Sie vergehen und werden wieder zu Staub. Du sendest deinen Lebenshauch aus: Sie werden geschaffen; du erneuerst die Flächen des Ackers. Die Herrlichkeit des HERRN sei ewig! Der HERR freue sich seiner Werke! Der die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen. Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, ich will meinem Gott spielen, solange ich bin. Möge ihm gefallen meine Rede! Ich, ich freue mich in dem HERRN! Die Sünder sollen verschwinden von der Erde und die Gottlosen nicht mehr sein. Preise den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Mittwoch, 26. März 2008

Rückmeldung

"Das Gebet ist unsere Antwort, unsere Rückmeldung an Gott, dass seine Botschaft uns erreicht hat. Gebet ist also unsere Reaktion auf seine Aktion, unsere Antwort auf sein Wort. Es ist das Ja des Menschen zu Gottes ausgestreckter Hand. Durch das Gebet richten wir unsererseits die Gemeinschaft mit Gott auf. Genau das ist es, was Gott möchte."

Aus: Torleiv Austad: "Der Atem des Glaubens", Seite 13

Dienstag, 25. März 2008

Psalm 103

Von David. Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler. Der HERR verschafft Gerechtigkeit und Recht allen, die bedrückt werden. Er tat seine Wege kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten. Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und gross an Gnade. Er wird nicht immer rechten, nicht ewig zürnen. Er hat uns nicht getan nach unseren Vergehen, nach unseren Sünden uns nicht vergolten. Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, so übermächtig ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten. So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. Denn er kennt unser Gebilde, gedenkt, dass wir Staub sind. Der Mensch - wie Gras sind seine Tage, wie die Blume des Feldes, so blüht er. Denn fährt ein Wind darüber, so ist sie nicht mehr, und ihr Ort kennt sie nicht mehr. Die Gnade des HERRN aber [währt] von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, seine Gerechtigkeit [bis zu] den Kindeskindern, für die, die seinen Bund halten, die seiner Vorschriften gedenken, um sie zu tun. Der HERR hat in den Himmeln aufgerichtet seinen Thron, und seine Herrschaft regiert über alles. Preist den HERRN, ihr seine Engel, ihr Gewaltigen an Kraft, Täter seines Wortes, dass man höre auf die Stimme seines Wortes! Preist den HERRN, alle seine Heerscharen, ihr seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Preist den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN, meine Seele!

Freitag, 21. März 2008

Über eine Schwelle gehen

"Wer gesund werden will, sollte nicht sein eigener Arzt sein wollen. Die Fähigkeit, in aller Schwachheit sich der Kraft Gottes anzuvertrauen, nenne wir Demut. Es gibt keinen Weg zum Gebet außer über diese Schwelle."

Jörg Zink in "Wie wir beten können", Seite 42