Montag, 31. März 2008

Staubtrocken

Ich habe in meinen Büchermengen eins gefunden, das Gott offensichtlich vor mir versteckt hatte. Denn ich wusste gar nicht, dass ich es habe - gekauft habe ich es sowieso nicht, es hat irgendwer nicht brauchen können und dann im Gemeindehaus "entsorgt" - es war ungelesen. Das Buch seht Ihr als Bild.
Der Autor ist Professor für systematische Theologie - und genauso schreibt er: Wie ein Professor für systematische Theologie. Sachlich, theoretisch, ordentlich, staubtrocken. Alle die anderen Bücher, die ich gelesen habe oder noch lese, egal ob es Spurgeon war oder Hudson Taylor oder eins von den anderen, waren mit drängender Dringlichkeit geschrieben, mit relativ viel Gefühl, mit Eifer für die Sache Gottes - also man las immer irgendwie das Herzblut der Autoren zwischen den Zeilen.
Davon ist in diesem Buch gar nichts. Es ist ein Sachbuch, und sonst ist es nichts. Keine Beispiele aus dem Leben des Autors oder aus der Geschichte, nur Bibeltext und seine Beleuchtung aus allen denkbaren Winkeln.

Es ist erstaunlich, dass Gott aus solchen Büchern zu Menschen sprechen kann. Aber er tut es. Das Buch sagt mir ungeheuer viel, es füllt eine Lücke in meiner Erkenntnis.

Merke: Es kommt nicht so sehr auf die Methodik an, denn der Heilige Geist kann alle Methodik zu seinen Zwecken nutzen, und Gott ist größer als jeder Stil.

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