Mittwoch, 30. April 2008

Warten ohne Zweifel

Habakuk lebte in einer Zeit, in der das Volk Gottes von außen sehr bedroht war. Und das war es, weil innerhalb des Volkes Zustände herrschten, die mit Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit nichts mehr zu tun hatten. Und so klagt Habakuk im ersten Kapitel seines Buches über diese inneren und äußeren Zustände.
Und dann beginnt er Kapitel 2 so:
Hab 2,1
Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte.
Es war nicht die Frage, ob Gott ihm antworten würde.

Hören ist ein Teil des Betens.

Samstag, 19. April 2008

Adam flieht

Wir haben in der Gruppe mal darüber gesprochen, warum es (besonders wenn kein Druck da ist) so schwer fällt zu beten. Ich habe bei Andrew Murray einen Hinweis gefunden: Als Adam im Paradies noch auf Gottes Linie war, genoss er die Gegenwart Gottes. Als er aber von der Frucht gegessen hatte, floh er vor der Gegenwart Gottes.
Der innere Widerstand gegen das Beten liegt danach begründet im verborgenen Widerstand des Herzens gegen einen heiligen Gott.
Und Andrew Murray zieht auch die Konsequenzen daraus: Man möge den Einfluss des Fleisches zurückdrängen und den Einfluss des Geistes im eigenen Leben fördern.

Freitag, 18. April 2008

Armselige Karikatur

"Erst wenn das Gebet von allen eigensüchtigen Beweggründen frei ist, wird es zu einer Kraft, die Berge versetzt und Unmögliches zustande bringt. Dann wird durch das Gebet Gottes Wille ausgeführt und der Sieg errungen, mögen die Schwierigkeiten noch so unüberwindlich scheinen. Dann endlich verwindet das Missverhältnis zwischen dem, was der Meister über die Auswirkungen des Gebets sagte, und der armseligen Karikatur, die in Wirklichkeit von Millionen praktiziert wird."

F.J.Hügel, Militärpfarrer im ersten Weltkrieg, später Missionar in Mexiko.

Montag, 14. April 2008

Wuppertaler Studienbibel

Kolosser 4:2 "Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung".

Dazu schreibt Werner de Boor in der Wuppertaler Studienbibel:
"Das Beten muss dauernd das feste Willensziel der Gemeinde sein. Es ist nicht nebenbei zu erledigen. Es ist eine ernste Arbeit, für die dauernd Raum geschaffen werden muss. Darum wird die anschließende Aufforderung zum Wachen auch auf die innere Straffheit und Aufmerksamkeit im Gegensatz zu allem schläfrigen und lässigen Dahinreden beim Beten gehen."

Sonntag, 13. April 2008

Hingehen

Jesus beruft und erwählt. Wir sollen gehen, statt still abzuwarten. Das ist die Grundberufung für jeden Christen. Das Gebet für unsere Mitmenschen gehört zum "Gehen".

(Aus dem Heft der Evangelischen Allianz zur weltweiten Gebetswoche 2008)

Samstag, 12. April 2008

Bericht aus London

"Ich halte nichts von den Gemeinden unserer Tage, die nicht beten. Ich gehe hier in London von einem Gotteshaus zum anderen, und ich sehe ziemlich große Versammlungen, doch wenn ich in ihre Betstunden an Werktagabenden gehe, finde ich vielleicht zwölf Personen. Kann Gott uns segnen, kann er seinen Geist über uns ausgießen, so lange die Dinge so stehen?"

Charles Haddon Spurgeon, "Betet ohne Unterlass", Seite 176

Mittwoch, 9. April 2008

Aber, Herr!

Ich habe beim Spurgeon einen langen Artikel darüber gelesen, was es bedeutete, dass Gott zu Hananias bezüglich des blinden Paulus sagte: "Siehe, er betet!"
Aber als ich das in der Bibel nachgelesen habe, fiel mir auf, dass es an dieser Stelle ein viel bemerkenswerteres Gebet gibt: Nämlich das Gespräch des Hananias mit Gott! Wie DER mit Gott reden konnte! Oder soll man besser sagen: Wie Gott mit ihm reden konnte? Was muss Hananias für ein Leben gelebt haben, dass Gott so mit ihm reden konnte!

Sonntag, 6. April 2008

Der Geist von G. und G.

Beim Propheten Sacharja verspricht Gott, dass er eines Tages "den Geist der Gnade und des Gebets" ausgießen will (Sach 12:10). Aus dem Zusammenhang geht hervor, dass das mit dem Erscheinen von Jesus verbunden ist.
Es ist bemerkenswert, dass "Gnade" und "Gebet" in diesem Zusammenhang mit dem Geist verbunden werden. Während die Gnade Ausdruck für Gottes Handeln zur Erlösung ohne unser Verdienst ist, gehört das Gebet mit unserem Ja zu dieser Erlösung. Die Gnade ist eine Bewegung von Gott zu uns, das Gebet eine Bewegung von uns zu Gott. Die Reihenfolge ist dabei entscheidend: das Gebet ist unsere Antwort auf die Gnade und nicht umgekehrt.

Aus: "Der Atem des Glaubens" von Torleiv Austad, Seite 38

Mittwoch, 2. April 2008

Trainingsprogramm

"Wenn jemand fromm ist, so hat er das Gebet entdeckt. Es ist eine lebensnotwendige Atemübung - nicht nur gelegentlich, sondern täglich und andauernd. Das Gebet gehört zu einem gleichmäßigen Lebensrhythmus des Christen. Damit das aber funktioniert, braucht man Übung. Das gilt auch für andere Bereiche des Lebens als Christ. Wie der Sportler sich einem gut durchdachten Trainingsprogramm unterziehen muss, um sein Ziel zu erreichen, brauchen die Gläubigen regelmäßige geistliche Übungen (vgl. 1.Kor 9:24-27)."

Aus "Der Atem des Glaubens" von Torleiv Austad - im Zusammenhang mit einer Definition von "Frömmigkeit", Seite 37

Psalm 105

Preist den HERRN, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten! Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig! Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes! Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten: Er ist der HERR, unser Gott! Seine Urteile [ergehen] auf der ganzen Erde. Er gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Geschlechter hin -, den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe. Als sie noch gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge darin, als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Reich zu einem anderen Volk, da gestattete er keinem Menschen, sie zu bedrücken, und ihretwegen wies er Könige zurecht: `Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Übles! Er rief eine Hungersnot über das Land herbei; jeden Brotstab zerbrach er. Er sandte einen Mann vor ihnen her: Joseph wurde als Knecht verkauft. Sie zwängten seine Füsse in Fesseln, [in] Eisen kam sein Hals, bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf, das Wort des HERRN ihn bewährte. Der König sandte hin und liess ihn los, der Herrscher über Völker, und befreite ihn. Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über all seinen Besitz, um seine Obersten zurechtzuweisen nach seinem Sinn; und seine Ältesten sollte er Weisheit lehren. Dann kam Israel nach Ägypten, Jakob war ein Fremder im Lande Hams. Und er machte sein Volk sehr fruchtbar, er machte es stärker als seine Bedränger. Er wandelte ihr Herz, sein Volk zu hassen, Arglist zu üben an seinen Knechten. Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er auserwählt hatte. Sie taten unter ihnen seine Zeichen und Wunder im Lande Hams. Er sandte Finsternis und machte es finster. Aber sie achteten nicht auf seine Worte. Er verwandelte ihre Wasser in Blut, liess sterben ihre Fische. Es wimmelte ihr Land von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige. Er sprach, und es kamen Hundsfliegen, Stechmücken in ihr ganzes Gebiet. Er gab ihnen Hagel statt Regen, flammendes Feuer in ihr Land. Und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, zerbrach die Bäume ihres Gebiets. Er sprach, und es kamen Heuschrecken und [ihre] Larven ohne Zahl. Sie frassen alles Kraut in ihrem Land, sie frassen die Frucht ihres Bodens. Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Land, die Erstlinge all ihrer Kraft. Dann führte er sie heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war unter seinen Stämmen. Froh war Ägypten bei ihrem Auszug, denn ihr Schrecken war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus zur Decke, ein Feuer, die Nacht zu erleuchten. Sie forderten, und er liess Wachteln kommen. Mit Himmelsbrot sättigte er sie. Er öffnete den Felsen, und es flossen Wasser heraus. Sie liefen in die Wüste wie ein Strom. Denn er gedachte seines heiligen Wortes, Abrahams, seines Knechtes, und führte sein Volk heraus in Freude, seine Auserwählten in Jubel. Er gab ihnen die Länder der Nationen und die Mühe der Völkerschaften nahmen sie in Besitz, damit sie seine Ordnungen beobachteten und seine Gesetze bewahrten. Halleluja!

Montag, 31. März 2008

Staubtrocken

Ich habe in meinen Büchermengen eins gefunden, das Gott offensichtlich vor mir versteckt hatte. Denn ich wusste gar nicht, dass ich es habe - gekauft habe ich es sowieso nicht, es hat irgendwer nicht brauchen können und dann im Gemeindehaus "entsorgt" - es war ungelesen. Das Buch seht Ihr als Bild.
Der Autor ist Professor für systematische Theologie - und genauso schreibt er: Wie ein Professor für systematische Theologie. Sachlich, theoretisch, ordentlich, staubtrocken. Alle die anderen Bücher, die ich gelesen habe oder noch lese, egal ob es Spurgeon war oder Hudson Taylor oder eins von den anderen, waren mit drängender Dringlichkeit geschrieben, mit relativ viel Gefühl, mit Eifer für die Sache Gottes - also man las immer irgendwie das Herzblut der Autoren zwischen den Zeilen.
Davon ist in diesem Buch gar nichts. Es ist ein Sachbuch, und sonst ist es nichts. Keine Beispiele aus dem Leben des Autors oder aus der Geschichte, nur Bibeltext und seine Beleuchtung aus allen denkbaren Winkeln.

Es ist erstaunlich, dass Gott aus solchen Büchern zu Menschen sprechen kann. Aber er tut es. Das Buch sagt mir ungeheuer viel, es füllt eine Lücke in meiner Erkenntnis.

Merke: Es kommt nicht so sehr auf die Methodik an, denn der Heilige Geist kann alle Methodik zu seinen Zwecken nutzen, und Gott ist größer als jeder Stil.

Sonntag, 30. März 2008

Psalm 86,5

Herr, du bist freundlich und bereit, Schuld zu vergeben;
voll Güte begegnest du allen, die zu dir beten.

Samstag, 29. März 2008

ora et labora


gebet bedeutet nicht, gottes widerwillen zu überwinden, sondern vielmehr, seine bereitwilligkeit zu ergreifen !
wenn wir unsere probleme vor gott bringen, dann handeln viele von uns so, dass sie ihre gebete vor seinem thron fallenlassen und zu sagen scheinen:"ich wasche meine hände in unschuld; jetzt liegt es an dir."
für das, wofür man ernsthaft betet, wird man sich natürlicherweise auch einsetzen.
sind wir bereit, die antwort auf unser eigenes gebet zu sein ?

Donnerstag, 27. März 2008

Die Entscheidung für Willow Creek

Bevor Willow Creek entstand, wirkten Bill Hybels und seine Mitarbeiter in einer Gruppe namens "Son City", die mit 8 Jugendlichen angefangen hatte und jetzt jedes Wochenende 1200 Jugendliche anzog. Man sollte meinen, dass man ein dermaßen erfolgreiches Projekt nicht einfach verläßt oder aufgibt. So gab es unter den Mitarbeitern auch viel Unverständnis und Widerstand, als Bill Hybels statt dieser Jugendgruppe nun eine Gemeinde gründen wollte. "Son City" würde ohne Bill Hybels kaum weiter bestehen können. Die Lösung liest sich dann so:
"Als Bill am Abend seinen bisherigen Weg nachging, stellte er Gott diese Frage. Die einzige Antwort, die er bekam, war: 'Du kannst in dieser Welt nichts verändern, wenn du nicht die Erwachsenen erreichst. Jetzt ist die Zeit gekommen. Mach weiter.'

Dieser Moment wies den weiteren Weg, es war ein "Auch wenn keiner mit mir geht, werde ich dir folgen"-Gespräch mit Gott."
Zitat aus: "Ins Kino gegangen und Gott getroffen" von Lynne und Bill Hybels, Seite 57

Psalm 104

Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr gross, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet. [Du], der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke, der seine Obergemächer errichtet in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Wagen, der einherzieht auf den Flügeln des Windes, der Winde zu seinen Boten macht, Feuer und Lohe zu seinen Dienern: Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten. Sie wird nicht wanken immer und ewig. Die Urflut bedeckte sie wie ein Kleid, die Wasser standen über den Bergen. Vor deinem Schelten flohen sie, vor dem Schall deines Donners wurden sie fortgetrieben. Die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen bestimmt hattest. Du hast eine Grenze gesetzt, die überschreiten sie nicht. Sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken. [Du], der Quellen entsendet in die Täler: Zwischen den Bergen fliessen sie dahin. Sie tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst. An ihnen wohnen die Vögel des Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen. [Du], der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern: von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt. Der Gras hervorsprossen lässt für das Vieh und Pflanzen zum Dienst des Menschen, damit er Brot hervorbringe aus der Erde und Wein, der des Menschen Herz erfreut; damit er das Angesicht glänzend mache vom Öl und Brot des Menschen Herz stärke. Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat, wo die Vögel nisten; der Storch - Zypressen sind sein Nest. Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht für die Klippdachse. Er hat den Mond gemacht zur Zeitbestimmung, die Sonne kennt ihren Untergang. Du bestellst Finsternis, und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes. Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise. Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern sich in ihren Verstecken. Der Mensch geht aus an sein Werk, an seine Arbeit bis zum Abend. Wie zahlreich sind deine Werke, o HERR! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll deines Eigentums. Da ist das Meer, gross und ausgedehnt nach allen Seiten. Dort ist ein Gewimmel ohne Zahl: Tiere klein und gross. Da ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet hast, um mit ihm zu spielen. Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. Du gibst ihnen: Sie sammeln ein. Du tust deine Hand auf: Sie werden gesättigt mit Gutem. Du verbirgst dein Angesicht: Sie erschrecken. Du nimmst ihren Lebensatem weg: Sie vergehen und werden wieder zu Staub. Du sendest deinen Lebenshauch aus: Sie werden geschaffen; du erneuerst die Flächen des Ackers. Die Herrlichkeit des HERRN sei ewig! Der HERR freue sich seiner Werke! Der die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen. Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, ich will meinem Gott spielen, solange ich bin. Möge ihm gefallen meine Rede! Ich, ich freue mich in dem HERRN! Die Sünder sollen verschwinden von der Erde und die Gottlosen nicht mehr sein. Preise den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Mittwoch, 26. März 2008

Rückmeldung

"Das Gebet ist unsere Antwort, unsere Rückmeldung an Gott, dass seine Botschaft uns erreicht hat. Gebet ist also unsere Reaktion auf seine Aktion, unsere Antwort auf sein Wort. Es ist das Ja des Menschen zu Gottes ausgestreckter Hand. Durch das Gebet richten wir unsererseits die Gemeinschaft mit Gott auf. Genau das ist es, was Gott möchte."

Aus: Torleiv Austad: "Der Atem des Glaubens", Seite 13

Dienstag, 25. März 2008

Psalm 103

Von David. Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler. Der HERR verschafft Gerechtigkeit und Recht allen, die bedrückt werden. Er tat seine Wege kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten. Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und gross an Gnade. Er wird nicht immer rechten, nicht ewig zürnen. Er hat uns nicht getan nach unseren Vergehen, nach unseren Sünden uns nicht vergolten. Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, so übermächtig ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten. So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. Denn er kennt unser Gebilde, gedenkt, dass wir Staub sind. Der Mensch - wie Gras sind seine Tage, wie die Blume des Feldes, so blüht er. Denn fährt ein Wind darüber, so ist sie nicht mehr, und ihr Ort kennt sie nicht mehr. Die Gnade des HERRN aber [währt] von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, seine Gerechtigkeit [bis zu] den Kindeskindern, für die, die seinen Bund halten, die seiner Vorschriften gedenken, um sie zu tun. Der HERR hat in den Himmeln aufgerichtet seinen Thron, und seine Herrschaft regiert über alles. Preist den HERRN, ihr seine Engel, ihr Gewaltigen an Kraft, Täter seines Wortes, dass man höre auf die Stimme seines Wortes! Preist den HERRN, alle seine Heerscharen, ihr seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Preist den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN, meine Seele!

Freitag, 21. März 2008

Über eine Schwelle gehen

"Wer gesund werden will, sollte nicht sein eigener Arzt sein wollen. Die Fähigkeit, in aller Schwachheit sich der Kraft Gottes anzuvertrauen, nenne wir Demut. Es gibt keinen Weg zum Gebet außer über diese Schwelle."

Jörg Zink in "Wie wir beten können", Seite 42

Nur bei Anwendung

Ein Seifenfabrikant sagte einem Priester:"Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald 2000 Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht bessere geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen."
Der Ptiester wies auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind, das am Straßenrand im Dreck spielte, und bemerkte:"Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt."
"Seife", entgegnete der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
Der Priester antwortete:"Christentum auch."
Das Gebet auch und dabei muß es richtig angewendet sein.

Donnerstag, 20. März 2008

Psalm 102

Gebet eines Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. HERR, höre mein Gebet, lass zu dir kommen mein Schreien! Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis! Neige zu mir dein Ohr! An dem Tage, da ich rufe, erhöre mich eilends! Denn wie Rauch entschwinden meine Tage, meine Gebeine glühen wie ein Brand. Wie Gras ist abgemäht und verdorrt mein Herz, denn ich habe vergessen, mein Brot zu essen. Wegen der Stimme meines Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleisch. Ich gleiche der Eule der Wüste, ich bin wie das Käuzchen in den Ruinen. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach. Den ganzen Tag höhnen mich meine Feinde; die mich verspotten, schwören bei mir. Denn Asche esse ich wie Brot, meinen Trank vermische ich mit Tränen vor deiner Verwünschung und deinem Grimm. Denn du hast mich emporgehoben und hast mich hingeworfen. Meine Tage sind wie ein gestreckter Schatten, ich verdorre wie Gras. Du aber, HERR, bleibst auf ewig, dein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht. Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen. Denn es ist Zeit, ihn zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit. Denn deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen, sie haben Mitleid mit seinem Schutt. Die Nationen werden den Namen des HERRN fürchten, alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Denn der HERR wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit. Er wird sich wenden zum Gebet der Verlassenen, ihr Gebet wird er nicht verachten. Dies sei aufgeschrieben für das künftige Geschlecht, und ein [neu] geschaffenes Volk soll Jah loben. Denn der HERR hat herniedergeblickt von der Höhe seines Heiligtums, er hat herabgeschaut vom Himmel auf die Erde, um zu hören das Seufzen des Gefangenen, um zu lösen die Kinder des Todes, damit man den Namen des HERRN verkündige in Zion [und] in Jerusalem sein Lob, wenn die Völker sich alle versammeln und die Königreiche, um dem HERRN zu dienen. Er hat meine Kraft gebrochen auf dem Weg, hat verkürzt meine Tage. Ich sprach: Mein Gott, nimm mich nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage! Von Geschlecht zu Geschlecht sind deine Jahre. Du hast einst die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden umkommen, du aber bleibst. Sie alle werden veralten wie ein Kleid; wie ein Gewand wechselst du sie, und sie werden verwandelt. Du aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht. Die Söhne deiner Knechte werden wohnen bleiben, ihre Nachkommen werden vor dir Bestand haben.

Kopfermann

"Beter können wirklich die Welt verändern, wenn sie mit Vertrauen und Ausdauer Gott in den Ohren liegen, bis er seine klaren biblischen Verheißungen einlöst. Offensives Gebet des Glaubens ist angesagt!"

Wolfram Kopfermann in "dran" 5/94

Dienstag, 18. März 2008

Keine Warnung gefunden

"Ich rechne beim Gebet für andere nicht nur damit, dass Gott irgendwann einmal auf dieses Gebet hin handeln wird, sondern ich vertraue darauf, dass Gott jetzt, während wir beten, antwortet. Natürlich weiß ich, dass wir Gott nicht manipulieren können. Gott bleibt souverän. Aber trotzdem finde ich nirgendwo im NT eine Warnung davor, von Gott zuviel zu erwarten."

Diethelm Strauch, Leiter der Bibelschule Bethanien, in "dran" Juni 1994

Montag, 17. März 2008

Auffallend

Was mir bei den Gebeten des Paulus aufgefallen ist, dass er immer für die Stärken der Leute und Gemeinden betet, aber nie gegen ihre Schwächen. Er betet nie, dass sie irgendwelche Sünden sein lassen oder dass sie einsehen mögen dass es so nicht geht. Nie heißt es: "Ich bitte Gott, dass Ihr endlich mal kapiert, dass ......". Nie betet er gegen drohendes Unheil an. Sondern immer für die Stärkung und Stützung der Gläubigen.

Das bedeutet dann aber auch, dass Paulus eine positive Sicht vom Christen hat. Er sieht ihn als entwicklungsfähig, als Hoffnungsträger, als ausbaufähig an. Scheinbar auch den schwierigen.

Also will ich jetzt auch bezüglich der Menschen, zu denen ich Gott gegenüber sonst nur "oje" sage und nichts konstruktives zu beten weiß, mich um positive und stärkende Bitten an Gott bemühen.

Samstag, 15. März 2008

Nicht die Liebe, sondern das....

...."LEBEN" ist der Maßstab für ein gottgefälliges Leben!
Das reizt doch sofort zu Widerspruch, nicht wahr? Aber lasst euch mal erklären, wie ich zu dieser Meinung komme.
Nach welchem Hauptgrundsatz erziehst DU DEINE Kinder? Jemand würde hier sagen: "Nach dem einen Gebot der Liebe", und damit tut er natürlich ganz grundsätzlich recht. Dann frage ich ihn aber: "Was ist Liebe?" und schon ist das Chaos wieder perfekt.Denn es gibt in der Christenheit von Affenliebe bis Peitschenhiebe so ziemlich alles, was unter Liebe gehandhabt wird. Es gibt aber einen ganz praktischen Grund, warum es NICHT heißt:" In IHM war LIEBE und die LIEBE war das Licht der Menschen", SONDERN.: IN IHM WAR LEBEN UND DAS LEBEN WAR DAS LICHT DER MENSCHEN!"Joh. 1.4
Kennst Du den Grund? Gar manches, was die LIEBE GOTTES tut, scheint für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, insbesondere die Züchtigung (Hebr. 12,6+11) Eine Züchtigung kann unter Umständen sehr lange dauern. So ist die LIEBE in ihrer Vielgestaltigkeit im praktischen Alltag sehr schwer zu erkennen und daher als beständiges Licht der Menschen nicht tauglich. Nicht so beim LEBEN! Wer das Leben Gottes kennt, findet in ihm allezeit, und ganz besonders in der Not und unter Züchtigung, ein immer wirksames Licht. Das LEBEN GOTTES setzt sich aus übernatürlichem Frieden UND Ruhe, vollkommener Wahrheit UND Liebe, aus Güte UND Strenge, aus vollendeter Gnade UND Gericht, aus Heiligkeit UND Vergebung, etc. zusammen. Das LEBEN GOTTES ist mit anderen Worten in JEDER erdenklichen Lage DAS FEINSTE MESSORGAN für den vollkommenen Willen Gottes.
WIR sind dazu berufen, unablässig IN DIESEM Kraftstrom des LEBENS zu wandeln UND es in zunehmendem Überfluss zu haben, nicht wahr?
DIESES LEBEN ist in jedem und allem zu finden, WO GOTT DRIN IST ; und es WEICHT AUF DER STELLE von jedem und allem, wo Gott nicht drin ist.
Bsp. Gehen wir unverständliche und schwere Wege und sind sie von Gott, so finden wir trotz aller Schwere SEIN LEBEN spürbar mit drin. Wißt ihr, von was ich rede? Ich glaube, Mary kann das im Moment am Besten nachvollziehen. Ohne dieses LEBEN könnten wir so schwere Zeiten gar nicht unbeschadet überstehen, nicht wahr? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dazu eure Gedanken schreibt. Schalom.
(Ich bin noch immer am Lernen, dieses LEBEN genauso wie die Stimme Gottes jederzeit hören zu wollen, und damit dann auch zu haben; aber es ist DAS BESTE, was mir im Alltag gehört!!)

Für Sonntag wünsche ich euch eine gesegnete Zeit. Ich habe einer Freundin auf ihre Bitte hin versprochen, sie morgen mit ihrer kleinen Tochter usw. ( mit Ihrem Auto, weil unser Opel jetzt auch kaputt ist) zum Flughafen zu bringen. Da werden wir nicht rechtzeitig zurücksein, so dass Alfred und ich die Kinder mitnehmen und , so Gott will (und Alfred auch ) wir noch einen Abstecher nach Gemünden usw. machen, und Olga ihre Krankheit kurieren kann. Oliver ist in Sachen Basketball unterwegs, so viel ich weiß.

Donnerstag, 13. März 2008

Praktische Fortsetzung,....

Am Samstag sind ALLE BÜRGER, die sich der Gefahr auch und besonders für die Christen durch die nahtlose Auffindbarkeit vermittelst der von besonders Innenminister Schäuble gewollten verchippung zur Totalüberwachung, bewußt sind, aufgerufen, in Bonn einige Stunden protestierend durch Köln zu "wandeln."
Unter www.Freiheit-ist-Sicherheit.de findet ihr Näheres. Schalom.

Was uns als Gemeinde weiter wachsen läßt,..

finden wir u.a. auch im Galaterbrief. Da geht es um die Einheit unter uns. Auf den ersten Blick sieht das gar nicht so aus in meiner Übersetzung. Wenn ich aber die Griechische Interlinearis Bibel nehme , sehe ich es deutlicher.
Da steht in Gal.5,16:
Wandelt im Geist und ihr werdet die Lust des Fleisches NICHT erfüllen.
Die LUST, keine Lust begegnet mir auch unter uns Christen dauernd. Dieses Wandeln im Geist scheinen viele nur als ein bloßes Umhergehen im Geist (?!) zu sehen. Und so heißt dieses Wort in Gal.5,16 auch: peripatäo= Umhergehen
Diese Lustprobleme scheinen die Galater auch gehabt zu haben, deshalb ergänzt der Paulus :
In Gal. 5,26: Da steht dann stochäo!
Der Paulus kommt noch einmal auf das Wandeln im Geist zurück:
"Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist "wandeln" stochäo: Und dieses "wandeln" bedeuted so viel mehr. Es redet von einem Wandel im GLEICHSCHRITT, von einem sich EINFÜGEN IN EINE BESTEHENDE GESAMTORDNUNG.

Seht ihr den Unterschied für unser Leben?
Schalom.

Machtlos

"Positives Beten ist sehr viel wirkungsvoller als positives Denken. Die Leute mögen sich Deinem Rat widersetzen und Deine Appelle ignorieren und Deinen Vorschlägen widerstehen und Deinen Beiträgen nicht zuhören, aber sie sind machtlos gegen Deine Gebete."

Rick Warren in einer Predigt im Juli 2007

Dienstag, 11. März 2008

WIR wissen....

Mein heutiger Merkvers steht in Römer 8,28.31:

" Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, (DENEN, DIE GOTT LIEBEN), alle Dinge zum Guten (Vorteilhaften, Heilsamen) mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind."- "Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?"
Und ausgerechnet heute früh ging es mir gesundheitlich gar nicht gut!! Danke, Herr! , dass Du mich so herrlich tröstest. Schalom.

Bitte von Markus

eine Bitte um Gebete von Markus
Servus,
Nur eine Bitte.
Wir versuchen fuer die Sommerfreizeit bis Freitag ein genaues Thema zu finden damit wir dann Anmeldungen machen konnen. In Bad Marienberg (in elf Tagen, 21. Maerz) wollen wir die Freizeit vorstellen. Ich habe heute erst gemerkt wie bald die Osterfreizeit schon ist. Ich dachte wir haetten noch eine extra Woche Zeit, und da ich ab Samstag fuer eine Woche in New Orleans bin, ist es mir wichtig noch diese Woche ein Thema zu finden.

Wollte nur um Gebete diese Woche dafuer bitten. Wir haben Ideen. Ich denke es wird gehen, man muss sich nur einigen. Zum Glueck habe ich diese Woche nicht viel fuer die Uni zu tun.

Glueck auf, oder was auch immer...
-- Markus Drehsel

Vor 11 Jahren

C. Peter Wagner, Gemeindewachstumsexperte und Leiter des "United Prayer Track", wies auf der Mission-America-Tagung in Colorado Springs darauf hin, dass "proaktives, kraftvolles, strategisches und gezieltes Gebet die Ausbreitung des Evangeliums um einen exponentiellen Faktor erhöhen kann".

Aus: "Praxis Gemeindebau" Nr.3/97
Das Bild zeigt Herrn Wagner.
Nein, was "proaktiv" ist, weiß ich auch nicht.