Dienstag, 13. November 2007

Pfarrer Bold

Heute war mein Praxistag im Kindergarten. Da es ein katholischer Kiga ist , kommt ab und zu ein Pfarrer dorthin zu Besuch. Das ist der Pfarrer Bold. Heute war er auch da und hat den Kindern über den Sankt-Martin erzählt. Er hat erzählt, daß Martin mit ca.12 Jahren etwas über Jesus gehört hat und erfahren hat, daß Gott die Menschen lieb hat. Dabei hat der Pfarrer eine Wärme ausgestrahlt (obwohl es ein regnerischer, grauer Tag war und der Pfarrer mit dem Fahrrad gekommen war), daß die Kinder das gespürt haben und den Drang hatten, ihm viel zu erzählen, sehr vertrauensvoll. Er hat geduldig zugehört. Da ist mir wieder dieser Vergleich eingefallen, daß wir wie Kinder sein sollen. Weil zu den Kindern, wenn sie uns etwas mitteilen wollen, sind wir geduldiger und hören ihnen zu. Und wenn sie Hilfe oder Trost brauchen, dann geben wir das ihnen und natürlich unsere Liebe. So ist auch unser Vater im Himmel, auch geduldig und hört uns zu, und nimmt sich Zeit für uns, wenn wir Ihm voll vertrauen, echt und offen sind. Mit Beten könnte es, wahrscheinlich, auch leichter klappen, weil ein Kind das spricht, was es am Herzen hat und nichts verbirgt. Also, wir können von den Kindern sehr viel lernen.

zuversichtliches Beten

Die Frauen der amerikanischen Gemeinde in Kaiserslautern richten im Februar 2008 die amerikanischen Frauenfreizeit aus. Sie haben mich vor einem Monat gefragt, ob ich die Leitung einer Gebets/Diskussionsgruppe übernehmen würde. Ich habe zurück geschrieben, dass ich das sehr gern machen würde, habe aber noch keine Ahnung, wie mein Chemoplan zu der Zeit aussehen wird--infolgedessen könnte ich keine feste Zusage machen. Es wäre bestimmt besser jemand einzuplanen, der auch bestimmt kommen könnte.

Sie haben zurückgeschrieben, sie beten sowieso viel und intensiv für diese Freizeit--sie setzen mich einfach auf ihrer Gebetsliste und rechnen mit mir!

Das ist zuversichtliches Beten!

Mächtig

Ich bin ja gerade auf Reisen, und ich wollte die Ruhe zum Lesen nutzen. Mit der Ruhe, das ist irgendwie nicht. Aber lesen tue ich trotzdem. Und habe bei Spurgeon eine tolle Aussage gefunden: "Das Gebet ist so mächtig wie Gott selbst." Ich werde wohl noch drei Tage beschäftigt sein, mir diesen Satz auf der Zunge zergehen zu lassen.

lebenslang beten lernen


ein kleiner junge kam von seinem ersten schultag nach hause, und seine mutter fragte ihn: "na, wieviel habt ihr denn gelernt?"
"nicht genug", war die antwort. "ich muss da morgen nochmal hin."
dasgleiche trifft auch auf unsere gebetsschule zu.

Montag, 12. November 2007

Streik

Ich mache ja am Dienstag diese Reise. Mit der Bahn. Am Montag um 10 Uhr sagten sie in den Nachrichten, dass die Bahngewerkschaft gesagt hat, ab Dienstag könne sie streiken. Also habe ich Gott gebeten, dass ich von diesem Streik nicht tangiert werde, und habe es begründet mit "Kommet her zu mir alle ihr Mühseligen und Beladenen, denn...". Wenn ich in den Lokführerstreik komme, dann bin ich mühselig und beladen, und das ist nicht der Wille Gottes. Er will ja, dass ich Ruhe habe für meine Seele. Um 12 Uhr habe ich wieder Nachrichten gehört, und da sagten sie: Am Dienstag wird nicht gestreikt.

Das Fernste erreichen

"Das nächste Ziel mit Lust und Freude und aller Kraft verfolgen, ist der einzige Weg, das fernste zu erreichen."
Christian Friedrich Hebbel

Sonntag, 11. November 2007

Gebete im Tempel

Bei einer Kinderstundevorbereitung bin ich auf eine Stelle gestossen, die mich fasziniert:
2. Chronik 7:15 -Gott spricht mit Salomo nach der Einweihung des Tempels--es geht um die Heiligkeit dieses Tempels und dass der Tempel der Ort ist, wo Opfer gebracht werden--ein ganz besonderer Ort für Gott
"Ich werde jeden beachten, der hier zu mir betet, und auf seine Bitten hören. " (Hoffnung für alle)
"Jetzt werden meine Augen offen und meine Ohren aufmerksam sein auf das Gebet an dieser Stätte" (Elberfelder)

Dieser Tempel existiert nicht mehr--dafür sind wir jetzt der Tempel Gottes (1. Korinther 3,17)--so gilt diese Verheißung für unsere Gebete, oder nicht?

Werksgerechtigkeit

Die Frage nach der Werksgerechtigkeit in „wenn Ihr nicht vergebt, wird euch auch nicht vergeben werden“ ist ja noch nicht fertig. Sie kam auch heute im Gottesdienst wieder vor. Wie wäre es so: Die Erlösung, die Vergebung, das Heil usw. bekommt man aus Gnade, ohne Vorleistung, ohne würdig zu sein, ohne Ansehen der Person. Verlieren tut man diese Privilegien aber durch Leistung, bzw. durch mangelnde Leistung. Zu diesen Verlustursachen gehört zum einen, was in den Bereich „Ungehorsam“ fällt, aber auch das Nichtwahrnehmen von Möglichkeiten, wie wir es z.B. bei den törichten Jungfrauen sehen oder bei dem, der das festliche Kleid nicht anhatte. Oder bei allem, was im Begriff des „nicht Frucht bringens“ zusammengefaßt ist.

Werkgerechtigkeit und Gesetzlichkeit wäre also, wenn ich mir das Angebot des Heils, das Nahekommen Gottes erarbeiten oder verdienen könnte. Gesetzlichkeit wäre auch, wenn ich (wie der Pharisäer im Tempel) mich wegen der Gnade, die Gott mir zugewendet hat, für etwas besseres halte als andere Menschen. Werksgerechtigkeit ist aber nicht, wenn mir die große Schuld vom König erlassen wurde, und ich meinem eigenen Schuldner dann nicht vergebe. Damit trete ich das Geschenk Gottes mit Füßen und erwerbe mir auf diese Weise den Zorn Gottes.

Ist es so? Oder mindestens so ähnlich?

Samstag, 10. November 2007

abendgebet

zur zeit lese ich gerade in den lebenserinnerungen von HANS THOMA (1839 - 1924), der einer meiner lieblingsmaler ist.
Er schreibt:"es gibt auch leute, die ihr gebet sehr kurz machen, unter denen mein seliger vetter michel, der es auch gut machte. der sagte nämlich für sein abendgebet, wenn er sich legte, bloß: "Lieber gott, du kennst dein michel." findest du nicht auch, dass in diesem gebet sehr viel schönes ist? glaubst du nicht auch, dass gerade, der so betet, recht glücklich und brav sein muss? und das war der michel auch. als mir dies die frau des verstorbenen vetters erzählte, ist es mir warm ums herz geworden."- mir auch ! euer michel

Freitag, 9. November 2007

Weisheit von Spurgeon

nicht viel von mir heute--Chemotag, es geht mir nicht gut. Aber einen ermutigenden Spruch von Spurgeon habe ich:

"Wahre Beter ringen mit Gott, Gottes
Kinder haben Macht bei Gott und siegen."

gottes sache


nachdem ich mich doch bei der letzten zukunftswerkstatt ziemlich aufgeregt habe, bekam ich prompt danach ein taubes ohr (durchblut.störung). in der nacht habe ich nun gleich gott gesagt, dass dies nun seine sache sei, da es mir nur um seine gemeinde
ging und sonst nichts. im laufe des nächsten tages war die sache
(mit einer gingko-tabl.) behoben !

Die unvergleichliche Macht des Gebetes

"Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist Gottes Selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen." Röm. 8, 26.

Wir wissen, dass uns der Heilige Geist im Gebete stärkt; wir wissen, was es heisst, im Geiste zu beten; doch wissen wir oft nicht, dass der Heilige Geist Selbst in uns Gebete betet, die wir nicht aussprechen können. Wenn wir wiedergeboren sind aus Gott und der Heilige Geist uns innewohnt, spricht Er das Unaussprechliche für uns aus.

aus Oswald Chambers: Mein Äußerstes für sein Höchstes

Donnerstag, 8. November 2007

Es selber können

Bei der Durchsicht meiner alten Gebetserhörungsaufzeichnungen ist mir einer der Gründe klargeworden, warum die damalige Intensität des Betens später so rapide nachgelassen hat: Damals habe ich Gott gebraucht. Ich hatte sehr wenig Geld, und ich mußte jede Menge Aufgaben erledigen, die noch nie im Leben von mir verlangt worden waren. Alles war entweder neu oder gefährlich oder beides. Ich mußte Prüfungen bestehen, Arbeiten fertigstellen, und in der Hierarchie auf der Arbeit war ich immer der Unterste, weil ich Azubi war. Da hatte ich Gottes Hilfe dringend nötig. Das hat sich dann später deutlich geändert.

Mittwoch, 7. November 2007

Das Gebet des Jabez

"Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern!" (1.Chronik 4,9-10)
Diese Woche ist mir das Buch von Bruce Wilkinson "Das Gebet des Jabez" wieder in die Hände gekommen. Da steht einiges, was wir letzte Zeit besprochen haben. Wilkinson stellt auch folgende Fragen: Wann hat Gott das letzte Mal so durch Sie gewirkt, dass Sie keinerlei Zweifel daran hatten, dass es wirklich Gott war? Wie lange ist es her, dass die Wunder Gottes Teil Ihres normalen Alltags waren? Vielleicht wissen wir nicht, wie man um solche Erfahrungen betet und ob es überhaupt richtig ist, darum zu beten. Jabez hat den Entschluss gefasst, den vollen Segen Gottes anzustreben und sich nicht weniger zufrieden geben. Wilkinson schreibt: "In der Tat hält Gott noch einiges an Segen für Sie bereit. Sie haben ihn bislang nur einfach nicht abgerufen.
Beim Segen, um den Jabez bittet, geht es darum, was Gott sich für uns wünscht. Wenn wir uns in diesem Sinne nach seinem Segen ausstrecken, wird ein Nebenprodukt nicht lange ausbleiben: Ihr Leben wird durch die Erfahrung der Wunder Gottes gekenzeichnet sein. Die mächtige Kraft Gottes wird plötzlich ungehindert in Ihnen wirken können. Sie handeln ja schließlich im Einklang mit Ihm, Sie beten für die Dinge, die Gott will, und solche Gebete kann Er uneingeschränkt erhöhren. Wenn wir nicht bitten, verlieren wir jenen Teil der Segnungen Gottes, der uns nur auf Anfrage gegeben wird."

noch ein Paar Gedanken zur Unverschämtheit

noch ein Paar Gedanken zur Unverschämtheit (wie du siehst, Axel, beschäftigt mich dieses Thema)--

Gott ist unser Vater (und auch Mutter -siehe Psalm 131): also habe ich mir überlegt, wie das war, als unsere Kinder noch zu Hause waren. Gelegentlich waren sie unverschämt mit ihren Wünschen und Bitten (eigentlich nicht sehr oft, aber manchmal schon)--so wie es Kinder oft sind. Diese "unverschämten" Bitten haben wir nicht immer erfüllen können, aber auf die Idee, unsere Kinder wegen solcher Bitten weniger zu lieben oder gar zu verstoßen, sind wir nie gekommen. Dass sie kein Recht hätten, solche Bitten vorzubringen oder dass sie ihre Familienmitgliedschaft irgendwie dadurch verwirken würden--solche Gedanken kamen nie auf. Sie waren --und sind--eben unsere Kinder. Mit allem können sie zu uns kommen.

Wie gesagt, Gott ist uns Vater und Mutter.

Peinlich

Ich habe Anfang der 80er Jahre eine Art Gebetserhörungsbuch geführt. Wenn ich das heute lese, dann ist es peinlich, wie weit ich hinter das damalige Niveau zurückgefallen bin. Und zwar weniger, was die tiefe biblische Erkenntnis angeht, sondern was die Menge des Betens und was das "kindliche" Vertrauen in Gott angeht. Vielleicht liegt es mit daran, dass das Auto langsamer wird, wenn man kein Gas gibt. Man muss nicht bremsen. Man muss nur nichts dafür tun, dass es weiter geht.

Danke

Danke für diesen guten Morgen,
danke für jeden neuen Tag.
Danke, dass ich all meine Sorgen
auf dich werfen mag.

Danke für alle guten Freunde,
danke, o Herr, für jedermann.
Danke, wenn auch dem größten Feinde
ich verzeihen kann.

Danke für meine Arbeitsstelle,
danke für jedes kleine Glück.
Danke, für alles Frohe, Helle
und für die Musik.

Danke für manche Traurigkeiten,
danke für jedes gute Wort.
Danke, dass deine Hand mich leiten
will an jedem Ort.

Danke, dass ich dein Wort verstehe,
danke, dass deinen Geist du gibst.
Danke, dass in der Fern' und Nähe
du die Menschen liebst.

Danke, dein Heil kennt keine Schranken,
danke, ich halt mich fest daran.
Danke, ach Herr, ich will dir danken,
dass ich danken kann.

Von Martin G. Schneider

Montag, 5. November 2007

Zum Thema "Unverschämtheit"

Hebräer 10, 19+
Und so, liebe Brüder, können wir jetzt durch das Sterben Jesu Christi, durch das Opfer seines Blutes frei und ungehindert in das Heiligtum eintreten und zu Gott selbst kommen..... Darum wollen wir uns Gott nähern mit aufrichtigem Herzen und im festen Glauben.....
(Hoffnung für alle)


Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum....so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens... (Elberfelder)



Manche englischen Übersetzungen sprechen hier von "boldness", was man mit Dreistigkeit, Kühnheit, oder Mut normalerweise übersetzt. Also, ist Unverschämtheit anscheinend angesagt--Gott erlaubt es uns doch.

Doppelte Erhörung

Ich hatte ja schonmal erzählt, dass ich Gott gebeten hatte, Ehepaar M. zu segnen und ihnen Gutes zu tun, weil ich mich sehr schwierig mit ihnen tue (sie sich mit mir wahrscheinlich auch) und weil das schon immer eine Form von Feindschaft war. Was mir aber erst später aufgegangen ist, dass ich zur gleichen Zeit B1 auf meiner Liste hatte und Gott regelmäßig bat, ihn zu segnen. Denn B1 hat schon so lange keine Arbeit, dass ich mich gar nicht erinnern kann, dass er jemals eine hatte, und seine Frau (B2) hatte früher Arbeit, hatte aber im letzten Jahr zwei Hirntumore und kann nun kaum mehr alleine leben, geschweige denn arbeiten. Sie leben also von der kleinen Arbeitsunfähigkeitsrente von B2. Wenn jetzt also B1+B2 in eine Wohnung von Ehepaar M. ziehen und dort ja wenig Miete zahlen (falls überhaupt), dann ist mit diesem einen Schachzug Gottes gleich zwei Parteien geholfen. B+B wegen dem Geld und Ehepaar M. wegen Betreuung und Nähe.
Man sollte mal ein Forschungsprojekt starten über die Effizienz Gottes: Zwei Probleme durch eine Maßnahme lösen.

unser vater

unser vater

1
unser vater
der du bist die mutter
die du bist der sohn
der kommt
um anzuzetteln
den himmel
auf erden

2
dein name werde geheiligt
dein name möge kein hauptwort bleiben
dein name werde bewegung
dein name werde tätigkeitswort

3
bis wir
loslassen lernen
bis wir
erlöst werden können
damit
im verwehen des wahns
komme
dein reich

4
in der liebe
zum nächsten
in der liebe
zum feind
geschehe
dein wille -
durch uns!

5
unser tägliches brot
gib uns heute
damit wir nicht nur
für brot uns abrackern müssen
damit wir nicht
von brotgebern erpresst werden können
damit wir nicht
aus brotangst gefügig werden

6
vergib uns
unsere schuld
und die schuld derer
die schuldig geworden sind
an uns

und was
wie niemandes schuld ist:
sachzwänge verhängnis ignoranz

und unseren verdacht
du selber könntest schuldig geworden sein
an so viel elend an zu viel leiden

vergib
wie auch wir

7
und führe uns nicht
wohin wir wie blind
uns drängen
in die do-it-your-self-apokalypse
sondern erlöse uns
von fatalität und sachzwang
damit das leben
das du geschaffen
bleibe auf diesem kleinen
bisher unbegreiflich erwählten
planeten
im schweigenden all

8
und zu uns
lass wachsen
den baum des glaubens
wurzelnd in dir
entfalte sich seine krone
auf erden:
dein reich
das unsere freiheit
deine kraft
die ohne gewalttat
deine herrlichkeit
durch die wir gelingen können
in ewigkeit

aus Kurt Marti:
Schon wieder heute - Ausgewählte Gedichte 1959 - 1980

Sonntag, 4. November 2007

Nachbars Hund

Schon öfters erzählt, weil es zu einer meiner „Standarterfahrungen“ mit dem Beten gehört: Als der Nachbar von gegenüber, der sehr dumm und primitiv ist, immer seinen Hund mit Absicht in meinen Vorgarten zum Gassi gehen führte. Aufgrund der Wesensart des Nachbarn war es unmöglich, mit ihm zu reden. Er versuchte auch immer, es so zu machen, dass ich es nicht merkte, denn es steckte keine Bosheit hinter seinem Tun, sondern nur Faulheit: Er wollte nicht weit gehen müssen, und mein Garten war das nächste zugängliche Stück freie Erde. Natürlich habe ich ihn oft erwischt, aber das hat ihn nicht abgeschreckt. Da habe ich Gott mehrmals gebeten, diesen Menschen zu segnen und ihm Gutes zu tun, weil man ja für seine Feinde beten und sie segnen soll. Daraufhin hat es von einem Tag auf den anderen aufgehört. Den Hund gibt es noch, den Nachbarn auch, aber beide nicht mehr in meinem Vorgarten.

Samstag, 3. November 2007

Franziskusgebet

Ein Gebet vom Heiligen Franziskus (vielleicht ist er deswegen heilig geworden, weil er so beten konnte).
Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Tweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweifllung quält;
dass ich Liebe entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen:
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Stark!!! Wen wir so ein Gebet verinnerlichen würden, würden wir als Gemeinde ziehmlich weit voran kommen, denke ich mir.

Psalm 139, 23-24

Psalm 139, 23-24

Erforsche mich Gott, und erkenne mein Herz.
Prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Und sieh, ob ein Weg der Mühsal* bei mir ist,
und leite mich auf dem ewigen Weg.

*Fußnote zur "Mühsal" in der Elberfelder Bibel:
" 'des Abgotts', d.h. ein abgöttischer Weg"

Möge Gott auch unsere Gemeinde prüfen und uns auf seinem ewigen Weg leiten!

Ich glaube dass, wir in der Steubenstrasse 17 noch da sind , weil Gott versprochen hat
"einen glimmenden Docht nicht auszulöschen" (Jesaja 42,3)
Als Jesus das in Matthäus 12,20 zitiert, fügt er hinzu "bis er das Recht hinausführe zum Sieg"

Möge er unseren glimmenden Docht in ein Feuer für ihn entfachen!

Auftrag in der Mönchhofstraße

In irgendeinem Sommer hatte ich beim Zeitungsaustragen mehrere Tage hintereinander den deutlichen Eindruck, ich sollte für Johanna beten. Das hatte ich in meinem Leben noch nicht gemacht, aber nun tat ich es, bestimmt eine Woche lang. Ich hatte keine Ahnung, was ich beten sollte, musste also relativ allgemein bleiben.
Hinterher habe ich dann erfahren, dass Johanna in dieser Zeit im Teenagerlager war und dort große Probleme mit Diebstählen hatte.
Interessant finde ich, dass die Bibel über diese Art der Beauftragung durch Gott eigentlich nichts konkretes weiß.

Freitag, 2. November 2007

Gedichtsgebet

Gib, dass wir heute,
Herr, durch dein Geleite
auf unsern Wegen
unverhindert gehen
und überall
in deiner Gnade stehen.
Lobet den Herren!

Treib unsern Willen,
dein Wort zu erfüllen;
lehr uns verrichten
heilige Geschäfte,
und wo wir schwach sind,
da gib du uns Kräfte.
Lobet den Herren!

Paul Gerhardt

Donnerstag, 1. November 2007

Kürbisse

Im Zusammenhang mit Halloween erscheint der Kürbis im negativen Licht. Aber abgesehen davon, daß man leckere Speisen daraus machen kann, hat er eine positive Bedeutung für mich. Habt ihr schon gesehen, wie eine Kürbispflanze wächst? Zuerst ist es eine kleine, zarte Pflanze, die für Kälte und Schädlinge anfällig ist. Dann wird sie größer und stärker und braucht einige Meter, um sich auszubreiten. Dabei überwuchert sie das ganze Unkraut, es hat keine Chancen unter den großen Blättern und Schädlinge können ihr nicht mehr groß schaden. Was erstaunt ist, braucht die Kürbispflanze keine große und besondere Pflege, nur genug Wasser und Sonne. So stelle ich mir die Entwicklung von unserem Gebet vor. Zuerst ist es klein und schwach, aber mit der Zeit wird es stärker, großflächiger und zum Schluß trägt es tolle Früchte. Nur möchte ich gerne feststellen, was ist Wasser und Sonne für unsere Gebetpflanze und was schadet ihr, was meint ihr? Was tut man für optimale Versorgung?

ein Herz, das auf dich hört

Heute bete ich mit Salomo: " Gib mir ein Herz, das auf dich hört.." 1. Könige 3, 9

Ich habe zwar kein Volk zu führen, wie Salomo es hatte, aber ich will auf Gott hören, damit ich Weisheit habe für die Aufgaben, die er mir gegeben hat. Es gibt so viele Stimmen um uns herum, auf Gottes Stimme zu hören erfordert schon Wollen und Disziplin und bewußtes Hinhören von uns. Entscheidungen, die in unserer Hand liegen. Das wir das tun, ist auch mein Gebet für uns als Gemeinde.

Doppelte Erhörung

Ich bete seit einiger Zeit regelmäßig, dass ich Gottes Willen erkenne. Ich muß allerdings feststellen, dass das zu einigen Komplikationen führt. Zudem habe ich Gott seit einiger Zeit gefragt, was die Bibelstelle „wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ bedeuten soll. Denn man kriegt den Geist doch angeblich schon bei der Taufe!
Und nun wollte ich am kommenden Sonntag über die Unverschämtheit des Betenden in Lk 11 predigen. Und mußte zum einen feststellen, dass das genau der Abschnitt mit dem Heiligen Geist ist, den ich nicht verstanden hatte. Und nachdem ich 4 Seiten der Predigt geschrieben hatte, habe ich festgestellt, dass ich den ganzen Abschnitt nicht verstanden hatte.
Und dabei hatte ich gedacht, ich würde die Predigt am Donnerstag (schon!!) fertig bekommen! Aber nix is! Am Donnerstag Abend habe ich, nachdem ich den ganzen Tag an der Predigt getippt habe, angefangen zu suchen, was dieser Text nun eigentlich wirklich bedeutet. Was Gott nun wirklich damit sagen will.
Gott hat zwei meiner Bitten auf einmal erhört. Ich kriege jetzt das mit dem Heiligen Geist raus, und ich erkenne deutlich mehr von seinem Willen anhand dieses Textes.
Beten macht das Leben spannender, aber nicht einfacher.

wir haben tote wieder lebendig gebetet



wir haben tote wieder lebendig gebetet:
mich, meine käthe und philippus(melanchton),
welchem schon die augen gebrochen waren.
martin luther
das ist eine aussage über das gebet,
die viele christen nicht wagen würden.
solches beten charakterisiert ein unvor-
stellbares vertrauen in den lebendigen gott.

eines christen handwerk ist beten

wie ein schuster einen schuh machet und ein schneider einen rock, also soll ein christ beten.
eines christen handwerk ist beten.
das gebet muss frühe das erste und abends das letzte werk sein; man soll es ja nicht verschieben.
Martin Luther (1483-1546)