Freitag, 4. Januar 2008

Fordern!

Der Psalm 2 beschäftigt sich mit Gottes König auf Zion, der ganz offensichtlich parallel zu setzen ist mit Jesus. Und es heißt dort im Vers 8:
"Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde!"
Auch im Johannes-Evangelium fällt auf, dass Jesus ständig betont, er bete zu Gott um dieses oder jenes. Man muss sich ja fragen, warum Gott seinem Sohn, seinem Erben, seinem König die Dinge nicht ohne dessen Bitten gibt.
Die Antwort auf dieses "warum" weiß ich nicht. Aber ich weiß: Wenn Jesus schon bitten muss, um die großen Dinge zu bekommen, wie kann ich dann so vermessen sein und denken, Gott wird sie mir schon geben, wenn er es für angemessen hält, und zwar ohne, dass ich ihn bitten muss?

Oder angewendet auf die Lektionen vor Weihnachten: Wenn Du weißt, dass Du ein Recht hast - und der Sohn Gottes wusste mit Sicherheit, dass er ein Recht hatte, die Nationen zum Erbteil zu bekommen - wenn Du also weißt, dass Du ein Recht hast Gott gegenüber, wirst Du trotzdem darum bitten müssen. Gott wirft uns seine Segnungen nicht hinterher.

1 Kommentar:

  1. Wie recht Du hast, lieber Axel. Aber es gibt noch einiges mehr, was Gott auch will im Zusammenhang mit dem gebeten werden.
    Eine Sache ist vielleicht, dass wir dabei unsere eigenen Motive immer wieder überprüfen sollen. Und die werden uns bewußter, wenn wir sie für und vor Gott formulieren, bevor zu ihm in Audienz gehen.
    Gott gibt uns Rechte, und über diese dürfen wir verfügen- natürlich nach seiner Lesart.

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